Mehr als nur ein Lückenfüller

Im kommenden Frühjahr wird die Deutsche Enduro-Meisterschaft in Venusberg Station machen. Dass die dortige Strecke Sportler und Fans begeistert, war in der Vergangenheit schon mehrfach zu erleben.

Venusberg.

Für Enduro-Fans ist in der ersten Jahreshälfte zumeist Magerkost angesagt. Mit Uelsen und Dahlen standen 2019 nur zwei Termine auf dem Programm, ehe es erst im August weiterging. Und manchmal zeigte sich Petrus derart stur, dass der Wettkampfkalender noch weiter ausgedünnt wurde. Umso mehr können sich alle Beteiligten aufs kommende Frühjahr freuen, denn dann macht die Deutsche Meisterschaft bei einem zusätzlichen Termin im mittleren Erzgebirge Station. Genau genommen sind es sogar zwei, denn der MC Mittleres Erzgebirge will am 28. und 29. März am Venusberger Steinbruch eine Doppelveranstaltung ausrichten.

"Noch steht die endgültige Bestätigung durch den Deutschen Motorsportbund aus, aber es sieht sehr gut aus", sagt André Rudolph. Er muss es wissen, denn er gehört zum Enduro- Fachausschuss, der sich um die terminliche Planung kümmert. Außerdem ist Rudolph Vorstandsmitglied beim MSC "Rund um Zschopau", der offiziell als Veranstalter der Venusberger Wettbewerbe fungieren wird. Die eigene Traditionsveranstaltung in Zschopau wird 2020 nicht zur nationalen Serie gehören, stattdessen steigt Mitte Oktober rund um Zschopau das Finale der Weltmeisterschaft. "Aber wir wollten als Enduro-Hochburg trotzdem einen Beitrag zum DM-Terminkalender leisten", nennt Rudolph einen Grund für die Neuerung. Des weiteren werde die Veranstaltung Ende März genutzt, um junge Fahrer näher an die DM-Serie heranzuführen. So ist am Vormittag noch vor dem offiziellen Startschuss ein Lauf des Enduro-Jugend-Cups am Steinbruch geplant. Dritter Faktor, der für Venusberg sprach, ist die Erfahrung des MC Mittleres Erzgebirge, der bereits 2011 mit großem Erfolg einen DM-Lauf ausgerichtet hat.

Genau wie damals soll auch im kommenden März an beiden Tagen ein Sprint-Enduro ausgetragen werden. "Dabei handelt es sich um eine kleine Runde mit nur einer Prüfung", erklärt Peter Thiele. Der stellvertretende Vorsitzende des MC Mittleres Erzgebirge sieht darin zeitliche Vorteile für die Fahrer: "Sie können in aller Ruhe Samstagvormittag anreisen und Sonntag relativ zeitig wieder aufbrechen. Niemand muss extra Urlaub nehmen." Anspruchsvoll werde die Veranstaltung dennoch, denn die Strecke hat es mit ihren Wiesen- und Felsabschnitten in sich. Das mussten sogar schon die Six-Days-Teilnehmer von 2012 erkennen. Außerdem haben sich die Venusberger als Teil von "Rund um Zschopau" in der Deutschen Meisterschaft sowie in der German-Cross-Country-Serie längst einen Namen gemacht. Letztere ist Anfang April 2020 - nur eine Woche nach dem DM-Termin - wieder am Steinbruch zu Gast. Auch das war ein Grund, warum die Venusberger gern die Aufgabe als Meisterschaftsgastgeber übernahmen. "Auch wenn sich die Strecken leicht unterscheiden werden, so müssen wir das Gelände ohnehin herrichten", erklärt Thiele. Zwei Fliegen werden so mit einer Klappe geschlagen, der logistische Aufwand hält sich in Grenzen. Bleibt zu hoffen, dass im Frühjahr 2020 das Wetter mitspielt. "Aber selbst Schnee sollte kein allzu großes Problem darstellen", sagt Thiele, der sich schon jetzt auf über 60 A-Lizenz-Fahrer freut.

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