Mehr Mut in der Fremde gefragt

Auswärts haben Olbernhaus Landesliga-Fußballer bislang kaum Torgefahr ausgestrahlt. Dies soll sich morgen ändern.

Olbernhau.

Auf Landesebene sind aus der Region morgen als erste die Fußballer aus Olbernhau gefordert. 14 Uhr will der Landesliga-Aufsteiger seinen Abwärtstrend in Großenhain stoppen. Die Auftritte der beiden hiesigen Landesklasse-Vertreter folgen 24 Stunden später.

Sachsenliga: Großenhainer FV 90 (3.) gegen SV Olbernhau (11.). Ebenso wenig wie zu Beginn der Saison, als der Aufsteiger weit vorn mitmischte, achtet SVO-Trainer Steve Dieske jetzt auf die Tabelle. "Von den Platzierungen her hat sie kaum Aussagekraft. Zwischen uns und Großenhain liegen zwar acht Plätze, aber nur vier Punkte", so der Coach. Er fordert daher einen mutigen Auftritt seiner Elf, die bislang fast nur daheim ihre Klasse aufblitzen ließ. Auswärts gelangen dagegen in fünf Partien lediglich zwei Treffer. "Es gibt solche Phasen, in denen man nicht trifft. Aber wir haben unsere Chancen", hofft Dieske auf mehr Cleverness. Fast noch wichtiger ist ihm aber die Raumaufteilung in der Defensive: "Wir dürfen dem Gegner nicht so viel Raum lassen." Zuletzt war sein Team anfällig für Konter und kassierte so drei Niederlagen in Folge. "Aber diese Woche war im Training viel Zug drin. Niemand steckt den Kopf in den Sand", ist Dieske guter Dinge, der Durststrecke ein Ende zu bereiten.

Landesklasse West: FSV Motor Marienberg (5.) gegen SV Merkur Oelsnitz (11.). Obwohl die Motor-Kicker sieben Punkte mehr auf dem Konto haben, gibt sich ihr Trainer vorsichtig. "Wir haben uns gegen Oelsnitz oft schwergetan", sagt Ronny Rother und verweist dabei auf die "einfache Spielweise" der Vogtländer mit vielen langen Bällen. Darauf hat er sein Team defensiv eingestellt. In der Offensive erwartet er die Dominanz der vergangenen Wochen, zumal Richter nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder an Bord ist. Verzichten müssen die Gastgeber aber diesmal auf Torjäger Hamann, der eine Gelbsperre absitzt.

BSV Gelenau (15.) gegen SpVgg Blau-Weiß Chemnitz (16.). Nach dem 0:6 in Zwickau, wo Gelenau laut Trainer Thomas Kersten geistige Frische und körperliche Robustheit fehlten, bietet sich die große Chance zur Wiedergutmachung. Mit Blau-Weiß ist das einzige Team der Liga auf dem Kunstrasen am Volkshaus zu Gast, das in dieser Saison noch ohne Sieg ist. "Da kann nur ein Sieg zählen", sagt Kersten, dessen Optimismus sich jedoch in Grenzen hält. Neben dem rot-gesperrten Barth fällt auch Messig nach der fünften Gelben Karte aus, sodass kein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung steht und eine Notlösung her muss. "Das werden wir wohl auswürfeln", so der sarkastische Kommentar des Trainers, der umso mehr auf seine Offensive baut.

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