Meisterjubel im Kabinengang

Dem FC Stollberg ist nach dem 1:1 in Crottendorf die Meisterschaft in der Fußball-Erzgebirgsliga nicht mehr zu nehmen. Nach nur einer Saison verlassen die Rot-Weißen die Liga wieder.

Crottendorf.

Es dauerte eine Weile, bis die Spieler des FC Stollberg die Sektkorken knallen lassen konnten. Das eigene 1:1 gegen den SV Blau-Weiß Crottendorf reichte noch nicht zur auch rechnerisch sicheren Meisterschaft der Fußball-Erzgebirgsliga. Erst auf dem Weg in die Kabine drang die Kunde des Schwarzenberger Remis gegen Drebach durch, womit der FCS nun definitiv den Titel sicher hat.

Dabei wollte Daniel Mannsfeld, der Trainer der Gastgeber, genau das verhindern. "Stollberg kann gerne Meister werden, aber nicht bei uns", sagte er vor der Partie. Die Crottendorfer selbst taten alles in ihrer Macht stehende, um diese Voraussage zu erfüllen, gingen bereits nach drei Minuten durch Marcus Süß in Führung, der eine Lücke in der Stollberger Abwehr zum 1:0 nutzte. Doch die Freude währte nur kurz, denn bereits in der 11. Minute trafen die Stollberger zum Ausgleich. Der allerdings war heftig umstritten, denn die Gastgeber hatten ein Handspiel des Torschützen Tim Iser gesehen. Schiedsrichter Thorsten Junghof aus Chemnitz und dessen Assistent sahen das jedoch anders und gaben den Treffer. "Eine klare Fehlentscheidung, das muss der Assistent sehen", so Mannsfeld. "So etwas bringt wieder nur Hektik rein."

Der Crottendorfer Trainer sollte Recht behalten, denn insgesamt boten beide Teams den 145 Zuschauern nach der flotten Anfangsphase eine zähe Partie. Viele Zweikämpfe und Freistöße prägten die Szenerie, Chancen blieben Mangelware. Für die Gastgeber hatte Simon Smidt zweimal kleinere Möglichkeiten, gegenüber verzog Iser gegen den herauseilenden Nico Volte im Crottendorfer Tor.

Und auch im zweiten Abschnitt änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Zwar hatten sowohl Christoffer Brand und Marcus Süß für die Gastgeber als auch Franz Hannig und Christian Günther für den FCS Möglichkeiten zur Führung, der Großteil des Spiels spielte sich aber zwischen den Toren ab. Zum Ende der Begegnung wurde es dann auch noch hitziger und nach mehreren Diskussionen musste Günther mit Gelb/Rot vom Platz.

Sekunden vor dem Abpfiff hatten die Gäste dann zwar schon den Torschrei auf den Lippen, aber Nico Volte rettete zweimal das Remis für die Gastgeber. "Das Ergebnis geht in Ordnung", so Mannsfeld, der damit das gleiche Fazit zog wie Bernd Eichenmüller, der Trainer der Gäste. "Es war das erwartet schwere Spiel, die Punkteteilung ist angemessen", so der Stollberger Übungsleiter. Seine Mannschaft habe sich nicht mit Ruhm bekleckert, so Eichenmüller weiter. "Aber das ist jetzt auch egal. Wir sind aufgestiegen und das sicherlich nicht unverdient."

Statistik SV Crottendorf: Volte; Rother (26. Bräuer), Ehmig, Fritzsch, Heinrich, Smidt, Süß, Brand, Häßler, Hunger, Walde; FC Stollberg: Hoyer; k. A., Hannig, John, Günther (77. Wolfermann), Schubert, Schönherr, Iser, Kreißel, Grießbach (71. Beck), Andrä (67. Hecker); Tore: 1:0 Süß (3.), 1:1 Iser (11.); Gelb-Rot: Günther (Stollberg/81.); SR: Junghof (Chemnitz); Z: 145

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