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Mit 78 Lenzen ins Finale

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Der FC Erzgebirge Aue hatte einen Plan - und rief den Bundesliga-Golf-Cup aus. Jetzt hat die dritte Auflage begonnen und ein Präsident trumpfte auf.

Bad Schlema.

Die Qualifikation für den 3. Bundesliga-Golf-Cup läuft, eine von neun Runden ging am Sonnabend im Golfpark Westerzgebirge in Bad Schlema über den Parcours. Ausgetragen wird das Finale dann am 8./9. Oktober in Bad Saarow - Gastgeber ist in diesem Jahr der 1 . FC Union Berlin. Laut Veranstalter Jens Karluß sind bereits rund 150 Sportler und 250 Gäste angemeldet. Darunter Prominente wie Boxer Axel Schulz und Moderator René Kindermann.

Neben den Fußballvertretern der Erst- und Zweitbundesligisten kann sich jeder anmelden und qualifizieren. In Bad Schlema wurden für dieses Unterfangen 48 Golfer gezählt. Organisator Karluß freut das: "Wir haben die Teilnehmerzahl gesteigert. Das Wetter hat gepasst, alle waren zufrieden." Die Golfer kamen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Chemnitz, Leipzig, Gera und Berlin. "Eine rundum gelungene Sache", so Karluß. Einer, der das auch so sieht, ist der ehemalige Schwimmer Stev Theloke. Er gewann bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney über 100 Meter Rücken und mit der deutschen Lagenstaffel jeweils Bronze, jetzt sieht er das Golfen als eine Leidenschaft. Ins Westerzgebirge kommt der Chemnitzer immer gern: "Hier herrscht eine tolle Atmosphäre, es gibt herrliche Ausblicke, tolle Leute und Spaß." Zu den Siegern gehörte Theloke diesmal nicht. Aus den drei Wertungsklassen zogen Heidi und Peter Herbsleb aus Berlin, Klaus-Dieter Neubert und Bert Herrmann vom GC Bad Schlema sowie Gerd Schaarschmidt und Thomas Seifert aus Zschopau weiter. Als Duos dürfen sie zur Endrunde des Bundesliga-Golf-Cups in der Spielform Zweier-Scramble auf den Platz.

Klaus-Dieter Neubert, zugleich Präsident des Golfclubs Westerzgebirge, nutzte seinen Heimvorteil. Der 78-Jährige spielt seit 1997, sein Handicap liegt bei stattlichen 12,8. "Es ist ein Erfolg, dass ich in meinem Alter noch einmal so etwas schaffe. Ich freue mich, denn Bad Saarow hat einen sehr schönen Platz. Ich hoffe, dass wir dort gut abschneiden." Mit einem guten Partner sei vieles möglich, Bert Herrmann sei einer. Mit ihm hat er bereits einmal beim Deutschland-Finale des Mercedes-Cups gespielt. "Beide sind wir Linkshänder, was auch sehr selten ist", betont der Routinier. Die nächste Qualifikationsrunde gibt es übrigens in 14 Tagen in Leipzig. (mit mas)