Mit breiter Brust zum Ligaprimus

Nach zehn Partien ohne Niederlage planen die Landesklasse-Kicker aus Marienberg ihren nächsten Coup. Den Schwung aus der Vorwoche will auch noch ein anderer Lokal-vertreter mitnehmen.

Marienberg.

Einem Spitzenspiel fiebern die Landesklasse-Fußballer aus Marienberg entgegen. Am Sonntag, 15 Uhr, haben sie sich beim Spitzenreiter der West-Staffel in Rabenstein viel vorgenommen. Zeitgleich geht auch der BSV Gelenau auf Torejagd. Das Heimspiel von Landesligist Olbernhau beginnt dagegen bereits 13 Uhr und wird auf dem Kunstrasenplatz in Pockau ausgetragen.

Landesliga: SV Olbernhau (10.) gegen VfL Pirna-Copitz (8.). Obwohl der VfL wie Olbernhau derzeit zum Mittelfeld der Tabelle gehört, ist die Offensive mit 35 Toren in 18 Partien eines Spitzen-Teams würdig. Dies ist auch Tobias Moritz nicht verborgen geblieben, der mit einem schnellen Umschaltspiel der Gäste rechnet. Dementsprechend will der SVO-Coach die Taktik seines Teams ausrichten: "Wir werden viel Wert darauf legen, kompakt zu stehen und dem Gegner wenig Räume anzubieten." Um an der Abstimmung zu feilen, gehört zum Training laut Moritz auch viel Theorie. "Wir gehen an der Tafel viele Möglichkeiten durch", erklärt der Trainer, der dabei natürlich auch auf die Offensive eingeht. Schließlich soll seine spielerische Handschrift mehr und mehr erkennbar sein. Positiv soll sich dabei der jüngste Sieg in Riesa auswirken: "Natürlich haben die Jungs dadurch mehr Mut." Obwohl Roland Fiebig eine Gelbsperre absitzt und es noch einige weitere Fragezeichen gibt, ist Moritz guter Dinge. Auch der Umzug nach Pockau kommt ihm entgegen, da dort zuletzt immer trainiert wurde.

Landesklasse West: SG Handwerk Rabenstein (1.) gegen FSV Motor Marienberg (5.). Obwohl die Motor-Kicker vergangenen Sonntag beim 3:3 gegen Meerane erst in letzter Sekunde einer Niederlage entgingen, verkündet Trainer Ronny Rother: "Wir sind bereit für den Spitzenreiter und fahren mit breiter Brust nach Rabenstein." In seinen Augen hatte Marienberg auch am letzten Spieltag eine starke Leistung abgeliefert und sich somit den Ausgleich verdient, wenn nicht gar mehr. "Inklusive der Testspiele sind wir jetzt seit zehn Spielen ungeschlagen und haben dabei 39 Tore geschossen", sagt der Coach. Nicht einmal der Ausfall von Angreifer Kai Hamann bremst die Euphorie, denn durch die Verstärkungen in der Winterpause ist der FSV Motor auch so in der Offensive bestens gerüstet. Dennoch legt Rother auf dem Rabensteiner Kunstrasenplatz zunächst Wert auf eine kompakte Defensive: "Auf solch kleinen Plätzen geht es immer hin und her. Da gewinnt meistens die Mannschaft, die hinten sicherer steht."

FSV Treuen (11.) gegen BSV Gelenau (15.). Nach der langen Durststrecke seines Teams spricht Trainer Thomas Kersten nicht mehr vom Klassenerhalt, formuliert stattdessen ein neues Ziel: "Wir wollen Annaberg und Thalheim kriegen und in jedem Fall vor Blau-Weiß Chemnitz bleiben." Wer als Realist auf die Tabelle schaut, sieht, dass das rettende Ufer für Gelenau wohl dennoch außer Reichweite liegt. Dass diese Erkenntnis bereits vor dem 19. der 34 Spieltage reift, ist bitter. "Defensiv stehen wir mittlerweile ganz gut, offensiv gelingt wenig", so Kersten. Vielleicht liegt Treuen dem BSV. Im Hinspiel siegte er 4:0. (mit mas)

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