Mit der Unterkante der Latte nicht im Bunde

Fußball, Landesliga: SV Olbernhau verpasst bei 0:1-Niederlage in Niesky einen möglichen Punktgewinn

Niesky.

Als Tabellensiebenter schlägt sich Aufsteiger Olbernhau in der Fußball-Landesliga weiterhin wacker. Doch nach dem neunten Spieltag, der den SVO-Kickern eine 0:1-Niederlage beim FV Eintracht Niesky bescherte, hadert Steve Dieske mit der Ausbeute in der Fremde. "Wer in fünf Auswärtsspielen viermal ohne Tor bleibt, kann dort kaum etwas holen", ärgerte sich der Coach am Samstag.

Anders als zuletzt beim 0:6 im Grimma hob der Trainer diesmal auch positive Ansätze hervor. "Unser Zweikampfverhalten war deutlich besser als eine Woche zuvor", fand Dieske zum Beispiel. Ebenso freute er sich über zahlreiche Offensivaktionen, bei denen seinem Team allerdings das so oft zitierte Quäntchen Glück fehlte. Deutlich wurde dies bereits nach 15 Sekunden, als SVO-Stürmer Jakub Uhlir in einen Rückpass der Gastgeber sprintete, mit seinem Heber allerdings nur die Unterkante der Latte traf. Mit dieser waren die Gäste auch nach der Pause nicht im Bunde. Diesmal war es Roland Fiebig, der aus der zweiten Reihe abgezogen hatte. Und wieder prallte der Ball vom Gebälk aus vor statt hinter die Latte. "Das waren nur zwei von mehreren Chancen", betont Dieske, der zudem zwei starke Aktionen von Stephan Schäfer und einen Kopfball von Uhlir aufzählt.

Im gleichen Atemzug räumt der Olbernhauer Coach aber ein, dass auch der Gegner Torgefahr ausstrahlte. "Es war ein verteiltes und intensives Spiel", so Dieske, der in der ersten Halbzeit zweimal kurz den Atem anhielt. SVO-Keeper Sebastian Kaden war jedoch zweimal mit Paraden zur Stelle. In der 76. Minute wurde der Torhüter jedoch zum tragischen Helden, als er bei einem weit geschlagenen Freistoß von Niesky herauskam, das Leder in einer großen Spielertraube aber nicht erreichte. Der Ball wurde per Kopf verlängert - und Clemens Prasser beim Klärungsversuch gestört. Ein Foul, wie Dieske und die SVO-Spieler fanden. Doch der Referee pfiff in dieser Szene, die zum entscheidenden Tor führte, ebenso wenig wie später bei zwei vermeintlichen Foulelfmetern für Olbernhau. Schuld war aber nicht der Unparteiische, wie Dieske betonte: "Wir haben es verpasst, uns zu belohnen." anr

Olbernhau: Kaden; Pasc. Spartmann, Scholz, Prasser, Miersch (87. Schuster), Siegert (72. Vopat), Gottschalk (81. Novak), Fiebig, Müller, Uhlir, Schäfer; SR: Rohland (Borna); Z: 74; T: 1:0 Jablonski (76.)

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