Mit frühem Pressing zurück in die Erfolgsspur

Mit einem Heimsieg haben sich die Marienberger Fußballer in der Landesklasse West auf Platz 7 verbessert. Dabei hatte eine altbekannte Schwäche diesmal kaum Auswirkung.

Marienberg.

Wer als 4:1-Sieger vom Platz geht, sollte sich eigentlich nur noch freuen. Dies war auch im Fall der Landesklasse-Kicker vom FSV Motor Marienberg der Fall, die den Sonntag nach ihrem Erfolg gegen den SSV Fortschritt Lichtenstein beim Bergfest in Pobershau ausklingen ließen. Ein kleines Haar in der Suppe fand Ronny Rother dann aber doch noch. "So komisch das bei vier erzielten Toren auch klingt", sagte der Motor-Trainer: "Unsere Chancenverwertung war heute ein Manko." In seinen Augen hätte der Heimsieg noch höher ausfallen können, wenn nicht gar müssen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatten die Marienberger des Öfteren beim Nutzen ihrer Tormöglichkeiten gesündigt, was zu zwei Liga-Niederlagen in Folge geführt hatte. Diesmal fielen die ausgelassenen Chancen aber nicht so ins Gewicht, was auch an den Gästen lag. Diese schwächten sich Mitte der zweiten Halbzeit mit einer Gelb-roten Karte selbst und leiteten ihre Niederlage mit einem Eigentor auch noch selbst ein. "Wer weiß, wo der Ball sonst gelandet wäre", sagt Rother über einen Schuss von Julian Schröter, der von einem Lichtensteiner ins eigene Netz bugsiert wurde (16.). Zehn Minuten später brauchten die Hausherren dann keine Hilfe mehr, denn der von der Abwehr ins Mittelfeld beorderte Pierre Bauer schloss eine schöne Kombination überlegt zum 2:0 ab.

Obwohl sich zwei technisch beschlagene Teams gegenüberstanden, war die Führung der Motor-Kicker verdient, denn sie gaben von der ersten Minute den Ton an. "Was wir gegenüber den vergangenen Spielen besser gemacht haben, war das Zustellen der Räume", erklärt Rother, warum sich der SSV Fortschritt kaum entfalten konnte. Durch das frühe Pressing wurden die Gäste immer wieder zu langen Bällen gezwungen, die meist keinen Abnehmer fanden. "Unsere Angreifer sind die ersten Verteidiger. Sie geben in solchen Situationen das Kommando", erläutert Rother die gut funktionierende Taktik.

Nur kurz nach der Pause kam den Gastgebern die Konzentration vorübergehend abhanden. "Da haben wir geschlafen. Der Zugriff fehlte", sagt der Motor-Coach, der in solchen Situationen auch mal ein taktisches Foul für angebracht hält. So aber nutzte Lichtenstein den Aussetzer zum Anschlusstor (52.) und witterte Morgenluft. Allerdings nur kurz, denn mit der bereits erwähnten Gelb-Roten Karte kam Fortschritt in der 69. Minute der Schwung wieder abhanden. Ausgerechnet der zentrale Mittelfeldspieler der Gäste wurde vorzeitig zum Duschen geschickt, was Marienberg in die Karten spielte. Sie hatten nun wieder klar Oberwasser und verwerteten noch zwei ihrer vielen Chancen. Kai Hamann (75.) und Clemens Otto (81.) waren dabei jeweils per Kopf zur Stelle. Ihre Torgefahr bei hohen Flanken haben die Motor-Kicker somit unter Beweis gestellt. In den kommenden Partien geht es darum, auch mit dem Fuß cleverer abzuschließen.

SR: Wehner (Wernesgrün); Z: 89; T: 1:0 T. Schmidt (16./ET), 2:0 Bauer (26.), 2:1 Börner (52.), 3:1 Hamann (75.), 4:1 Otto (81.)

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