Mit Leidenschaft gegen den haushohen Favoriten

Anlässlich des 100. Vereinsgeburtstags testen die Fußballer des SC Lugau am Sonntag zuhause gegen den Chemnitzer FC. Die Vorfreude ist groß.

Lugau.

Auf die Fußballer des Lugauer SC wartet ein anstrengendes, aber auch schönes Wochenende. Im grauen Alltag der 2. Kreisklasse empfängt der Verein am Samstag zunächst den TSV Beutha, bevor einen Tag später der Saisonhöhepunkt ansteht. Niemand Geringeres als der frischgebackene Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC wird dann auf dem Sportplatz an der Sallauminer Straße die Lugauer herausfordern. Anlass des Vergleichs ist das 100-jährige Bestehen des Vereins, der dieses Jubiläum zwei Wochen später groß feiern wird. "Eigentlich sollte auch die Partie gegen den CFC erst dann stattfinden, aber da sind die Chemnitzer verhindert", sagt Bert Harmuth vom Verein. Den aktuellen Termin habe der CFC vorgeschlagen, der mit diesem Spiel in die Vorbereitung auf die neue Saison startet.

"Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel", sagt Harmuth, der selbst Fan der "Himmelblauen" ist. Genau wie Mirko Pfeil, der in der kommenden Saison die Mannschaft trainieren und gegen den CFC schon gemeinsam mit dem bisherigen Coach René Lauterbach auf der Trainerbank sitzen wird. "Er will sich für die letzten zehn Minuten möglicherweise selbst einwechseln", sagt Harmuth, der aber weiß, dass die Mehrheitsverhältnisse im Team anders aussehen. "Die meisten drücken dem Schacht die Daumen", sagt er, ohne den Namen des Erzrivalen in den Mund zu nehmen. Klar ist aber auf jeden Fall, dass die Motivation groß sein dürfte, dem haushohen Favoriten das Leben zumindest schwer zu machen. Ergebnisvorgaben - etwa, nicht zweistellig zu verlieren - gebe es aber nicht. "Sie sollen das Spiel und die Atmosphäre genießen und so lange es geht, dagegenhalten".

Mit welche Truppe der CFC in Lugau aufläuft, ist allerdings unklar. "Wir hoffen natürlich, dass so viele Spieler aus der ersten Mannschaft wie möglich dabei sind", sagt Harmuth. Verpflichtet habe sich der CFC dazu aber nicht. Harmuth hofft, dass sein Verein die Niederungen der 2. Kreisklasse in den nächsten Jahren wieder verlässt. Als BSC Stahl Lugau schaffte es der Verein zu DDR-Zeiten bis in die Bezirksliga. Einige ehemalige CFC-Spieler hatten ihre Wurzeln in Lugau - so zum Beispiel Mario Neuhäuser oder Dirk Vollmar. Der Bekannteste dürfte allerdings Heiko Gerber sein, der von 1981 bis 1986 im Nachwuchs spielte und es später sogar zu Länderspiel-Meriten brachte. Anstoß der Partie am Sonntag ist um 15.30 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt sieben Euro.

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