Mit Niederlage in die Pause

Die Landesklasse-Fußballer des FC Stollberg hängen nach dem 1:3 gegen Mühltroff weiter im Tabellenkeller fest. Doch die Verantwortlichen bleiben optimistisch.

Stollberg.

Die Landesklasse-Fußballer des FC Stollberg haben den Bock am letzten Spieltag vor der Corona-Zwangspause nicht umstoßen können. Die Erzgebirger unterlagen am Sonntag dem VfB Mühltroff zuhause mit 1:3 - es war nach dem 0:4 in Oelsnitz und dem 2:3 bei Reichenbrand die dritte Niederlage in Folge. "Ein Unentschieden wäre angemessen gewesen", befand Vereinschef Enrico Held nach dem Abpfiff.

Bereits in der ersten Spielminute vergaben die Gastgeber eine Riesenchance zur Führung, bevor sich danach ein verteiltes Spiel mit leichten Vorteilen für die Vogtländer entwickelte. Die Führung für den Tabellendritten fiel dann für die Stollberger trotzdem zu einem ungünstigen Zeitpunkt - nämlich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch einen mustergültig vorgetragenen Konter, den Christoph Baer vollendete. Nach einer knappen Stunde kamen die Gastgeber dank eines von Michael Neubert verwandelten Foulelfmeters zum Ausgleich, mehr war allerdings nicht drin. Stattdessen durften sich die Mühltroffer am Ende über ihren bereits fünften Saisonsieg freuen - eine stolze Bilanz für eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison zu den Kellerkindern gehörte. Das waren damals auch die Stollberger, die in diesem Jahr allerdings schon wieder unten drin stehen - mit nur fünf Zählern, auf einem Abstiegsplatz. Held ficht das allerdings nicht allzu sehr. "Es sind noch viele Punkte zu vergeben, und die Abstände sind gering."

Dass die Kicker des FCS in diesem Kalenderjahr noch einmal ein Pflichtspiel bestreiten werden, kann sich der Vereinschef indes nur schlecht vorstellen. Im Dezember sind in der Landesklasse noch zwei Spieltage angesetzt. "Aber um da anzutreten, müssten wir zuvor trainieren können. Wir benötigen eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Wochen, sonst macht das keinen Sinn", sagt Held. Für das kommende Jahr rechnet er mit der Vollendung der Hinrunde und direkt anschließenden Auf- und Abstiegsrunde. "Das wäre das realistischste Modell, um die Saison zu einem Abschluss zu bekommen."

Was die Spieler betrifft, so seien diese während des Lockdowns aufgefordert, sich fit zu halten, "auch wenn das natürlich kein Training ersetzen kann." Zudem wolle man zusehen, zumindest den Kindern im Alter von bis zu zwölf Jahren weiterhin ein regelmäßiges Training zu ermöglichen. Eine entsprechende E-Mail habe der Vorstand an Jörg Prager, den Vorsitzenden des Kreisverbandes Fußball, gesendet.

Statistik Stollberg Hoyer, Günther, Schubert, Schreiter, Schönherr, Neubert, Kreißel (77. Seim), Tonne (85. Beck), Schönichen, Friedrich (68. Wolfermann), Käßemodel;

Schiedsrichter: Riedel (Chemnitz);

Z.: 89

Tore: 0:1 Baer (45.+2), 1:1 Neubert (57./FE), 1:2: Grünler, 1:3 Pieles

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