Motor behält im Derby die Oberhand

Mit einem 2:1-Arbeitssieg beim FC Stollberg bleiben die Marienberger Landesklasse-Fußballer dem Spitzenreiter aus Glauchau auf den Fersen. Dabei hatten die Blau-Gelben aber auch etwas Glück.

Marienberg.

Durch einen Doppelpack von Kenny Schmidt hat der FSV Motor Marienberg auch das Derby beim FC Stollberg mit 2:1 (2:0) gewonnen. Die Blau-Gelben rücken damit dem Spitzenreiter Empor Glauchau, der sich zuhause gegen Reichenbach mit einem 0:0 begnügen musste, weiter auf die Pelle.

Dabei wusste FSV-Trainer Ronny Rother genau, wie er den Erfolg einzuordnen hatte. "Ein Arbeitssieg", so der Marienberger. "Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird und Stollberg alles raushauen wird, was sie haben." Beide Teams standen im ersten Abschnitt defensiv stabil, ließen zugleich aber an Ideen im Angriffsspiel vermissen, sodass sich ein Großteil der Partie zwischen den Strafräumen abspielte. Die besseren Möglichkeiten hatten aber die Gäste, die beim Führungstreffer trotzdem auf Stollberger Unterstützung zurückgreifen mussten: Eine lange Flanke von Dirk Ruttloff schätzte FCS-Keeper Kenny Hoyer falsch ein, verließ sein Tor und musste mit ansehen, wie Kenny Schmidt per Kopf traf. Nur acht Minuten später folgte der zweite Streich von Schmidt, als er eine Ruttloff-Flanke im Strafraum annahm und per Drehschuss vollendete. Glück hatte der FSV Motor zudem zwischen den Treffern, als dem FCS der vermeintliche Ausgleich wegen Abseitsposition die Anerkennung verweigert wurde.

In der zweiten Hälfte sollte das Schirigespann dann noch mehr im Mittelpunkt stehen, denn nicht weniger als viermal forderten die Gastgeber Elfmeter - Schiedsrichter Dommer aus Annaberg sah es anders, was die Gastgeber nach dem Abpfiff zu einigen wütenden Kommentaren veranlasste. Ansonsten geschah auf in den zweiten 45 Minuten nicht viel. Die Stollberger kamen zwar aggressiver aus der Pause und suchten den schnellen Anschluss, aber mehr als eine Möglichkeit durch Sven Schönherr, der nach einem Fehlpass von Julian Schröter am eigenen Strafraum zum Schuss kam, gelang ihnen nicht.

Als sich alle schon auf einen sicheren Erfolg des FSV eingestellt hatten, wurde es aber doch noch unnötig spannend. "Keine Ahnung, warum wir da auf einmal einen Riss im Spiel hatten", so Rother. Die Stollberger drückten nun vehement auf den Anschluss, der ihnen durch Tim Iser auch gelang. Mehr aber nicht, obwohl Motor die letzten fünf Minuten in Unterzahl spielen musste, da Ruttloff Rot sah. Am Ende also ein "dreckiger Sieg", wie Ronny Rother sagte. "Aber das nehmen wir gerne mit." Zum Jahresabschluss steht nun noch das Spitzenspiel gegen Empor Glauchau auf dem Programm - mit einem Erfolg würde der FSV an der Spitze überwintern.

StatistikMotor Marienberg: Grabowski, Bauer, Neubauer, Otto (78. Hamann), Schröter, Richter, Ruttloff, Werner (46. Günther), Schmidt, Gottschalk (82. Schreiter), Fischer; Tore: 0:1/0:2 Schmidt (35./43.), 1:2 Iser (74.); Rote Karte: Ruttlof (Marienberg/87.); SR: Dommer (Annaberg); Z: 51

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