Motor nimmt Fahrt auf

Dank eines Heimsiegs findet sich der Aufsteiger aus Zschopau in der oberen Tabellenhälfte der Fußball-Erzgebirgsliga wieder. Zwei andere Lokalvertreter stecken dagegen im Keller fest.

Zschopau.

Mit drei Spielabsagen hat sich die Corona-Pandemie am Sonntag in der Fußball-Erzgebirgsliga bemerkbar gemacht. Betroffen waren unter anderem die geplanten Partien des FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach und des SV Großrückerswalde, die wegen Verdachtsfällen nicht ausgetragen wurden. Gejubelt wurde aus lokaler Sicht dennoch, was am überraschenden Sieg der BSG Motor Zschopau lag.

Mit dem FSV Blau-Weiß Schwarzenberg hatte der Aufsteiger eins der hoch gehandelten Teams zu Gast. Dementsprechend richtete Mario Hartung die Taktik aus. "Wir wollten defensiv gut stehen und Chancen des Gegners verhindern", erklärt der BSG-Coach, warum er den Ball zunächst größtenteils den Gästen überließ. Der Plan ging auf: In einer ereignisarmen ersten Halbzeit kam sogar Motor einmal gefährlich vors gegnerische Tor. Die größte Chance hatten dann aber doch die Blau-Weißen, aber Keeper Patrick Wilde parierte glänzend. Für Hartung war das der Knackpunkt: "Die zweite Halbzeit sind wir mutiger angegangen. Von Minute zu Minute kamen wir besser rein." Nach zwei vergebenen Chancen erzielte der glänzend aufgelegte Jens Martin das 1:0, als er nach einem verlängerten Einwurf zur Stelle war (65.). Trotz einer Gelb-roten Karte für Schwarzenberg (78.) geriet Motor in der Schlussphase noch einmal ins Wanken. Als aber in einer strittigen Szene der von den Gästen geforderte Elfmeterpfiff ausblieb, war das Zittern vorbei.

Beim BSV Gelenau hellen sich die Mienen nicht auf. Während der 1:4-Heimniederlage gegen den Neustädtler SV stellte die schwere Knieverletzung von Maximilian Loos (26.) einen Schock dar. "Der Verlust von Max hat uns fußballerisch sehr wehgetan", so Trainer Nico Barthold. Nur den Halbzeitstand von 0:0 verbuchte er als Lichtblick, denn danach schlug Neustädtel mehrmals gnadenlos zu. "Wir sind erst wieder aufgewacht, als es 0:4 stand und es nichts mehr zu holen gab", sagt Barthold. Per Strafstoß gelang Lars Kolditz nur noch Ergebniskosmetik.

Wie Gelenau ist auch der SV Tirol Dittmannsdorf noch ohne Sieg. Dabei boten sich im Heimspiel gegen Burkhardtsdorf in der Anfangsphase gleich drei gute Gelegenheiten zur Führung. "Wir waren aber nicht zwingend genug. Stattdessen bestraft der Gegner unsere Fehler sofort", sagt Tirol-Coach Steffen Richter. Noch mehr als der 0:2-Halbzeitstand schmerzte ihn die Verletzung von Marc Meerstein. Nach 15 Minuten wurde dieser mit Verdacht auf Knöchelbruch ins Krankenhaus gebracht. "Mal sehen, ob wir jemanden finden, der noch Fußballschuhe im Schrank hat", sagt der Trainer, dessen letztes Aufgebot am Sonntag alles gab. Bis auf ein Elfmetertor von René Hähnel (58.) sprang aber nichts dabei heraus. "Nach dem 1:3 war das Spiel gelaufen", so Richter.

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