MSC Schwartenberg startet durch

220 Fahrer haben beim 28. Seiffener Motocross die Fans an die anspruchsvolle Strecke gelockt. Beim Gastgeber gaben zwei junge Debütanten Gas.

Seiffen.

Die 28. Auflage des Seiffener Motocross und der ausrichtende Verein MSC Schwartenberg haben am Wochenende rund 500 Zuschauer an die 1,2-Kilometer-lange Strecke "Am Reicheltberg" gezogen. Auch wenn die Wetterbedingungen mit viel Regen und nur wenig Sonne am Samstag und Sonntag für die Fans der Fahrer auf ihren fliegenden Zweirädern nicht die einfachsten waren, zeigte sich Rennleiter Gerd Rösler mit den Rennen und dem organisatorischen Ablauf zufrieden. Er fühlte mit allen Motocrossern: "Wenn die alle hier ankommen und dann schüttet es wie aus Kübeln - da gehen die Mundwinkel natürlich erst einmal nach unten. Doch wenn sie dann über unseren großen Sprunghügel heizen, kommt der Spaß bei den meisten Sportlern von ganz allein."

Insgesamt gingen von den Nachwuchsklassen bis hoch zu den Senioren 220 Fahrer für die Rennen der Sachsenmeisterschaft, die Kids-Läufe und Seitenwagen der LVMX-Kategorie an den Start. Rösler: "Es haben alle das Beste draus gemacht. Die Resonanz aus dem Fahrerfeld war positiv." Die Strecke mit dem großen Sprunghügel, wo schon Weiten bis zu 47 Metern gemessen wurden, habe bis zum Schluss durchgehalten. "Gerade in der Masters-Klasse fliegen die Leute das Ding bis zum Ende aus. Dass sind dort alles Könner", sagte der 59-Jährige. So habe es an beiden Tagen auch bis auf einen, keine weiteren Unfälle gegeben. Die Motocrosser konnten jeweils ihre Maschinen aufheben und aus eigener Kraft ins Fahrerlager zurückkehren. "Ein Teilnehmer wurde ins Krankenhaus gebracht. Was dort wie behandelt werden musste, darüber bekommen wir leider keine Auskunft", so der Rennleiter.

In der Masters-Wertung holte sich Danny Neubauer vor Jan Uhlig und Alfred Schürer den Gesamtsieg. Bruce Schröder vom MSC beteiligte sich nur am 1. Lauf des Tages und kam dort über Platz 13 nicht hinaus.

Besser lief es für seinen Bruder Anthony. Der fuhr in den beiden Rennen der Hobby-Klasse zweimal ganz nach vorn und feierte so am Ende auch den Tagessieg. In der MX-2 wurde er zudem noch Neunter. In dieser Klasse mischte auch der MSC-Vereinsvorsitzende Felix Rösler mit. Er kam am Sonnabend auf Gesamtrang 13 an. "Schneller ging es einfach nicht. Er ist ohne Unfälle durchgekommen und die Klasse ist sehr gut besetzt gewesen. Von daher geht es in Ordnung", schätzt sein Vater ein. Am großen Sprunghügel nicht ganz so forsch unterwegs, weil sie gerade ihre ersten Renn-Runden auf einer Motocross-Maschine drehten, waren Casey Körner und Franz Koch. Die beiden sind neu im Verein und es sprang bei ihren Debütrennen für Körner der 29. und für Koch der 31. Platz in der Tageswertung der Kids/LVMX 65 heraus. Gerd Rösler sagte: "Ich habe mich dann abends mit den Eltern unterhalten und die haben mir erzählt, dass es den Kleinen richtig gefallen hat." Sowie vielen Zuschauern auch das interessante Seitenwagen-Rennen, auch wenn dort keine Starter aus der Region antraten. Ein weiter Sieg gelang dem Schwartenberger Vereinsmitglied Thomas Schröder. Der Altmeister holte in der Wertung Masters Ü45 den Sieg für den MSC.

Viel Zeit zum durchatmen bleibt den Verantwortlichen nach der Veranstaltung nicht. Schließlich steht für den MSC Schwartenberg schon der nächste Höhepunkt auf dem Plan: Die 20. Zschopauer Classic für historische Renn- und Sportfahrzeuge am 26. Mai.

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