Nach dem Sieg gegen Eisenach: Spiel war eines Derbys würdig

Der dritte Sieg in Folge ist einer ganz starken Mannschaftsleistung geschuldet. Für die Handballer des EHV Aue steht nun in der Tabelle alles auf 10: 10 Spiele, 10:10 Punkte, 10.Platz.

Lößnitz.

Einen Blitzstart haben die Handballer des EHV Aue am Samstag beim Derby gegen den ThSV Eisenach hingelegt. Vor heimischer Kulisse - mit 1720 Zuschauern in der Erzgebirgshalle in Lößnitz -legte sie in den ersten zehn Minuten den Grundstock für den 28:26- (14:10)-Sieg. Es ist das dritte Spiel in Folge, das die Männer um Trainer Stephan Swat für sich entscheiden konnten. "Wir hoffen, dass dies der Anfang einer Serie ist, die lange anhält, doch dafür müssen wir hart arbeiten", so der Coach.

Die 15 Tage, die jetzt frei waren, habe der EHV gut genutzt, sagt Swat, der sich natürlich über die zwei Punkte gegen Eisenach freut: "Wir waren sehr gut vorbereitet auf das, was kommt. Eisenach hat ein wahnsinniges Kreisläuferspiel. Wir haben sehr gut verteidigt, mit einem starken Kevin Roch und Kevin Lux im Block, und haben immer wieder Akzente gesetzt." Zu Beginn gaben die Hausherren richtig Gas, arbeiteten sich einen 5-Tore-Vorsprung heraus: 6:1 (10.). Kreisläufer Bengt Bornhorn formuliert es so: "Wir sind super ins Spiel gekommen und gestartet wie die Feuerwehr." Den Vorsprung konnten die Gastgeber zunächst gut verteidigen, doch Eisenach blieb aktiv und kam bis auf zwei Tore zum 9:7 (18.) ran. Bis zur Pause aber zogen die Auer aber erneut noch einmal weg, mit 14:10 ging es somit in die Kabinen.

Nach Wiederanwurf blieb es bis zum Schluss spannend, die Führung aber gaben die Hausherren nie aus den Händen. Trotzdem lauerten die Wartburgstädter in Schlagdistanz, etwa beim 14:12 (31.) und 19:17 (41.), dann wiederum brachten die Auer ein größeres Polster zwischen sich und die Gäste: 23:19 (45.) Mit der dritten Auszeit wollte Swat in der 47. Minute für Ruhe sorgen: "Wir wollten Eisenach einfach nicht mehr rankommen und gleich gar nicht den Ausgleich zulassen." Dies untermauerte Spieler Kevin Roch: "Uns sind eigene Fehler unterlaufen, doch wir haben einen kühlen Kopf bewahrt und das Spiel mit ganz viel Leidenschaft und Willensstärke nach Hause gebracht." Einer, der daran großen Anteil hatte, war EHV-Keeper Vilius Rasimas. Vor allem in der zweiten Hälfte hat er entscheidende Bälle gehalten, insgesamt sieben Paraden gezeigt. Der Keeper selbst sagt: "Es ist eine tolle Stimmung gewesen in der Halle." Rückraumspieler Adrian Kammlodt hat die Partie auf den Punkt gebracht: "Eisenach ist keine Laufkundschaft. Das Spiel war eines Derbys würdig. Bei uns kam aus allen Mannschaftsteilen etwas, auch nach Wechseln gab es keinen Einbruch. Von allen Positionen haben wir Tore erzielt, die Torhüter eine ganze Menge verhindert. Das braucht man, um gegen eine Mannschaft wie Eisenach zu gewinnen." Kein Wunder, dass vier Minuten vor Schluss die Fans in der Erzgebirgshalle nur noch standen, die Mannschaft des EHV Aue frenetisch anfeuerten und die Einheimischen quasi über die Ziellinie zum Heimsieg gegen den ThSV Eisenach peitschten.

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