Nach der Pause aufgewacht

Gegen Schneeberg wirkten Marienbergs Handballerinnen zunächst nervös. Dann steigerte sich der Sachsenligist im Beisein eines prominenten Gastes.

Marienberg.

Nachdem Lucie Hribova krankheitsbedingt pausieren musste, ist sie im ersten Heimspiel der neuen Sachsenliga-Saison auf die Trainerbank zurückgekehrt. Und die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg bereiteten ihr gegen den SV Schneeberg das passende Geschenk. Mit 29:21 gelang trotz holprigen Starts ein Sieg.

Nicht nur Hribova war wieder an Bord, sondern auch mehrere zuvor verletzte Spielerinnen, sodass mehr Alternativen zur Verfügung standen. Dennoch startete der HSV nervös in die Partie, während die Gäste die Initiative ergriffen und mit 9:4 in Führung gingen (12.). Ausgerechnet die erst 17-jährige Emma Bielawny war es dann, die den Marienberger Zwischenspurt krönte und nach 26Minuten zum 11:11-Ausgleich traf. Auch beim Gang in die Kabinen war noch alles offen (13:13).

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeberin dann endlich so, wie ihre Trainerin sich das vorstellt. "Ich weiß zwar nicht, was anfangs mit unseren Mädels los war", gesteht Lucie Hribova. Am weiteren Verlauf hatte sie allerdings wenig auszusetzen: "Entscheidend war, dass wir dann besser umgeschaltet und schnell nach vorn gespielt haben." So wie die Paraden von Keeperin Nadine Werner erfreute die Trainerin auch das immer besser werdende Spiel über die Außen.

In der 40. Minute konnte Schneeberg zum letzten Mal ausgleichen (18:18). Anne-Katrin Weingardt, die gut aufgelegte Spieldirigentin Kristin Tippmann-Wendrock und die erfolgreichste Werferin des Abends, Vivian Dresel (8), brachten ihr Team dann erstmals mit drei Toren in Führung. Ein Vorsprung, der bis zum Ende weiter ausgebaut wurde. Freuen konnten sich die Fans übrigens nicht nur über zwei Punkte, sondern auch über Autogramme von Nationalspieler Philipp Weber (DHfK Leipzig), der als Leitungsmitglied des Verbandsligisten AAC Amazonen in der Halle war. (kgf)

Marienberg: Werner/Monse/Kluge; Sowa (1), Bielawny (4), Tippmann-Wendrock (5), Schmähling, Holeckova (3), Dresel (8/2), Splechtova (7/1), Weingardt (1), Heinrich

00 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.