Nach einem schwachen Auftritt geht Aue leer aus

Handball, 2. Bundesliga: EHV verliert auswärts - Trainer maßlos enttäuscht

Emsdetten/Aue.

Große Enttäuschung herrscht in den Reihen des EHV Aue. Der Handball-Zweitligist musste am vergangenen Sonnabend eine bittere Pille schlucken: Das Team um Trainer Stephan Swat verlor seine Auswärtspartie beim TV Emsdetten 28:31 (13:19). Dabei hatten sich die Erzgebirger für das Duell gegen den direkten Tabellennachbarn mehr ausgerechnet.

Nach zwei ganz knappen Niederlagen gegen Favoriten wie Coburg und Essen gingen die Auer damit das dritte Mal in Folge leer aus. Der Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit stimmt Trainer Swat regelrecht traurig. "Das war viel zu wenig für ein Spiel mit so einer Bedeutung." Auf die TV-Abwehr habe man nie Zugriff bekommen. "Wir hatten zudem keinerlei Torhüter-Unterstützung. Und es passieren Fehler, die wir klar angesprochen und ausgewertet hatten - so kassierten wir Tor um Tor." Das dürfe nicht passieren und sei Indiz dafür, dass es bei einigen mental nicht die richtige Einstellung zu diesem Spiel war. "Irgendwie war jeder auf sich allein gestellt und hat erfolglos versucht, etwas zu machen."

Dabei sah es im Angriff anfangs nicht schlecht aus. Bis zur 23. Minute geriet der EHV nie mehr als drei Tore in Rückstand, doch dann zog Emsdetten an und spielte sich bis zur Pause eine Sechs-Tore-Führung heraus. "Diese Hypothek ist groß mit Blick auf die zweite Halbzeit", so Swat, der merklich enttäuscht ist. Nach dem Seitenwechsel lief es zwar besser, gerade was die Abwehr- und auch Torhüterleistung anging. So zeigte Vilius Rasimas im Auer Kasten eine solide Leistung. "Das müsste aber über ganze 60 Minuten der Fall sein und nicht nur für eine Halbzeit." In entscheidenden Phasen, in denen Auer Chancen durchaus vorhanden waren, klatschte der Ball entweder gegen den Pfosten. "Oder wir haben verworfen."

Von einer eher schwachen Leistung sprach auch EHV-Manager Rüdiger Jurke. "Sonst sind die Spiele gegen Emsdetten immer sehr knapp gewesen. Diesmal fand der Mittelblock keine Bindung." Erst die Umstellung auf eine 5:1-Deckung habe Besserung gebracht. "Aber ohne Torhüter gewinnt man kein Spiel." Bester Werfer bei Aue war einmal mehr Kapitän Eric Meinhardt mit sieben Treffern. "Wir müssen jetzt langsam wieder punkten", mahnt Swat. Sonst könne es schnell wieder brenzlig werden mit Blick auf den Klassenerhalt als erklärtes Saisonziel.

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