Nach gutem Auftaktsatz schwindet die Präzision

Volleyball, Dritte Liga Ost: VC Zschopau verliert in Niederviehbach mit 1:3

Niederviehbach.

Eine Woche nach dem viel umjubelten 3:0-Erfolg gegen Eibelstadt sind die Volleyballer des VC Zschopau in der Dritten Liga Ost wieder auf dem harten Boden der Realität gelandet. "Den Siegeswille und den Kampfgeist müssen wir mitnehmen", hatte Andreas Richter vor dem Auswärtsspiel beim TSV Niederviehbach gefordert. Hinterher meinte er sogar, dass dies gelungen sei. In kämpferischer Hinsicht hatte der Trainer am Samstagabend schließlich nichts auszusetzen. Allerdings hatte seine Mannschaft viele spielerische Aspekte, die sie noch in der Vorwoche auszeichneten, offenbar daheim vergessen. "Die Tagesform vieler Spieler hat diesmal nicht ausgereicht, um etwas aus Niederviehbach mitzunehmen", so Richter ernüchtert.

Dabei hatte alles so gut begonnen. Mit 25:19 hielten die Motorradstädter die Euphorie zunächst am Leben. "Aber ab dem zweiten Satz war unsere Annahme nicht mehr stabil", analysiert der Trainer. Was seinen Schützlingen zu schaffen machte, war der stetige Wechsel der Gastgeber zwischen Sprungaufschlägen und sogenannten Floatern. "An einem Spielelement allein lässt sich die Niederlage allerdings nicht festmachen", betont der Coach. Auch an den meisten anderen Bereichen habe es gehapert. Ungenauigkeiten schlichen sich auch in Zuspiel und Angriff ein, sodass die Zahl der Fehler stieg. In den folgenden drei Sätzen rannten die Gäste fast immer einem Rückstand hinterher, ohne dass das Blatt gewendet wurde. Die Folge: Mit 25:19, 25:20 und 25:18 machte Niederviehbach (8.) den Deckel drauf und zog nach Punkten (20) mit Zschopau (7.) gleich.

"Dort zu gewinnen, wäre ein Big Point gewesen", räumte Richter hinterher ein. Allerdings sieht er im Abstiegskampf noch lange keinen Grund zur Panik: "Wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand." Dennoch ist auch dem Trainer bewusst, dass mit jeder Niederlage der Druck im folgenden Spiel steigt. Daher soll beim Doppelspieltag am kommenden Wochenende unbedingt gepunktet werden. Wieder führt der Weg nach Bayern, und wieder warten mit Dachau (9.) und Taufkirchen (11.) zwei schlechter platzierte Gegner. Richter hofft, dass einige angeschlagene Spieler bis dahin zurückkehren. In Niederviehbach hatte das Team auf Daniel Kloss, Roy Nentwich, Michael Böttiger und Max Kunert verzichten müssen.

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