Nach Sturz: Heinz Rosner muss per Hubschrauber in die Klinik

Zwei Unfälle haben die Rennen des Zschorlauer Dreiecks überschattet. Erwischt hat es auch einen 80-jährigen Lokalmatador. Die Gastgeber werten das Wochenende dennoch als gelungen - und hoffen auf schnelle Genesung für die Gestürzten.

Zschorlau.

Hunderte Schaulustige und Fans an drei Tagen, knatternde und brüllende Motoren, Benzingespräche und packende Duelle auf der Strecke, aber auch zwei Unfälle: Das 23. Zschorlauer Dreieckrennen hatte viele Facetten. Rainer Pommer zog insgesamt ein positives Fazit. "Wetter und Teilnehmerzahl waren ordentlich. Die Resonanz seitens der Fahrer ebenso", sagte der Vorsitzende des 1. Auer MSC, der dieses historische Motorradsport-Spektakel organisiert.

Von Freitag bis Sonntag waren Pommer und zahlreiche Helfer auf den Beinen. 269 Starts gingen über den Asphalt. Für zwei Piloten endeten ihre Läufe jedoch anders, als gewünscht. Nachdem bereits am Sonnabend ein Fahrer aus Gera gestürzt war und einen Schlüsselbeinbruch erlitt, erwischte es am Sonntagnachmittag Lokalmatador und Idol Heinz Rosner. Bei seinem letzten Lauf stürzte der 80-Jährige mit seiner MZ. Der Hundshübler musste mit dem Rettungshubschrauber ins Heinrich-Braun-Krankenhaus nach Zwickau geflogen werden. Laut Pommer hat es ein gesundheitliches Problem gegeben, das zum Sturz des ehemaligen Werkfahrers führte. Nach den ersten Rückmeldungen gehe es Heinz Rosner den Umständen entsprechend gut. Noch am Vormittag hatte der Haudegen Pläne für die nächsten Veranstaltungen geschmiedet. Diese Woche wollte er in Zittau beim Bergrennen starten. Aber daraus wird nichts werden. Das Zschorlauer Dreieck ist für Rosner sein Heim-Grand-Prix, wie er vor seinem Sturz betonte. "Das gehört einfach dazu." In diesem Jahr hatte er sogar die Gelegenheit neben seiner MZ eine Suzuki GSX-R 1000 zu fahren, die ihm Bekannte aus Wien geliehen haben. "Mit der 200 PS starken Maschine musste ich mich erst einfahren."

Dass Zschorlau im Rennkalender auch namhafter Piloten nach wie vor eine feste Größe ist, bestätigte Pommer. "Die Grand-Prix-Klasse war sehr gut besetzt." Auch der neu eingeführte DKW-Sonderlauf sei ein Höhepunkt gewesen. "Diesen Lauf wird es weiterhin geben. Erste Anmeldungen für nächstes Jahr liegen schon vor." Gut besucht waren am Sonnabend und Sonntag die beiden Autogrammstunden. Fans ließen sich Fotos, Bücher und andere Mitbringsel signieren - unter anderem von Martin Wimmer. Der frühere Motorradrennfahrer und spätere Mitinhaber und Geschäftsführer des ehemaligen Motorradherstellers MZ meisterte den Rundkurs auf einer Maschine des Thalheimers Lothar Neukirchner, konkret mit einer Yamaha TZ 350 D des Baujahrs 1978. "Es ist für mich insoweit etwas Besonderes, da ich seit 17 Jahren nicht mehr auf einer richtigen Rennmaschine saß", so Wimmer. Aus Österreich reiste Herbert Jeromel an. Er war es, der Rosner die Suzuki lieh. "Ich traf ihn auf dem Red-Bull-Ring. Da kamen wir ins Gespräch."

2020 soll es das Zschorlauer Dreieck in 24. Auflage geben. "Wenn uns nicht die geplante Straßenbaumaßnahme einen Strich durch die Rechnung macht", sagt Pommer. Alle Ergebnisse vom Wochenende stehen in Kürze auf der Internetseite des 1. Auer MSC.www.auer-msc.de

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