Nachwuchs in den Spuren der Großen

Auf historischem Boden sind junge Motorsportler unterwegs gewesen. Für sie war es der Start zu einem Enduro-Jugend-Cup.

Hohndorf.

Der Motocross- und Enduro-Nachwuchs im Alter von 6 bis 18 Jahren hat sich auf dem Prologgelände von "Rund um Zschopau" gemessen. Auf dem ehemaligem MZ-Gelände in Hohndorf waren die jungen Piloten unterwegs. Die Initiative ging auf Tom Klädtke zurück - den Chef der Prolog-Mannschaft, die seit vielen Jahren den Parcours für das Großereignis "Rund um Zschopau" aus dem Boden stampft.

Unter professioneller Anleitung durfte der Nachwuchs auf einer Ein-Kilometer-Strecke in den Spuren der besten Fahrer der Welt unterwegs sein. Mit dem ersten Training dieser Art wollten die Veranstalters von "Rund um Zschopau" ein Dankeschön an die Vereine MC Mittleres Erzgebirge, MSC Börnichen, MC Amtsberg, EMC Witzschdorf, Off Road Club Hilmersdorf und MC Flöha richten. Deren Mitglieder stehen jedes Jahr bereit, um "Rund um Zschopau" zu stemmen.

Einigkeit herrschte am Ende unter allen Beteiligten, dass die Veranstaltung unbedingt wiederholt werden sollte. Auf dem Programm stand ein großes Spektrum an Schwierigkeitsstufen, wie das Befahren von Hängen auf- und abwärts, enge Kurven und künstliche Hindernisse. Nach einigen Proberunden wurde das Ganze auf Zeit gefahren, wie es bei Sonderprüfungen der Fall ist. Laut Romy Etling kam das Training zustande, weil es dieses Jahr kein ,Rund um Zschopau' geben wird. "Tom Klädtke kam auf die Idee, unserem Nachwuchs das Prologgelände zum Kindertraining anzubieten. So kam der Stein ins Rollen", sagte die Schriftführerin des Vereins. Für die Kinder sei es natürlich etwas Besonderes gewesen, dort zu fahren, wo 2017 die Weltmeisterschaftsteilnehmer unterwegs waren.

Christoph Seifert, Vorsitzender des Off Road Clubs Hilmersdorf, sah das Angebot noch unter einen anderen Aspekt. Sein Verein richtet Ende August den Auftakt zum Enduro-Jugend-Cup aus. "Er wird definitiv wie geplant am 30. August stattfinden. Wir haben die Genehmigung durch das Landratsamt eingeholt und ein Hygienekonzept erstellt", so Seifert. Fakt sei aber, dass die Veranstaltung nur sachsenweit ausgeschrieben werden darf. "Wir rechnen mit bis zu 70 Startern in den einzelnen Klassen. Wenn Oma, Opa, Geschwister und Freunde gerne mitkommen wollen, haben wir nichts dagegen", so der Clubchef. Er macht sich nun Gedanken darüber, wie er als Veranstalter die Nachweispflicht für die Personen auf dem Gelände organisiert. In seinem Club gibt es rund 50 Mitglieder, darunter 50 Prozent Kinder und Jugendliche. "In den Jahren hat sich ein harter Kern herauskristallisiert. Wir haben in unserem Areal gute Möglichkeiten, um einen selektiven Wettkampf auf die Beine zu stellen", betont der 42-Jährige. Der Jugend-Cup wird eine Sonderprüfung haben - mit Enduro-, Motocross- und Feldanteilen.

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