Nationale Elite in Lugau zu Gast

Zum 70. Mal richtet der MSC Lugau am Sonntag seinen international ausgeschriebenen Motocross aus. In gleich drei Klassen wird um die Deutsche Meisterschaft gefahren.

Lugau.

Wenn sich am Sonntag, 13 Uhr, auf der Strecke des MSC Lugau an der Zechenstraße das Startgatter zum ersten von insgesamt sechs Rennen des Tages senkt, ist das für die Männer und Frauen um Vereinschef Ole Stark ein doppeltes Jubiläum. Bereits zum 70. Mal richtet der MSC seinen auch in diesem Jahr international ausgeschriebenes Motocross aus, zum 25. Mal sind die Lugauer Gastgeber für mindestens eine Punktehatz pro Jahr in den verschiedenen Klassen der Deutschen Meisterschaft. Und zum 36. Mal werden die Läufe auf dem Kurs auf der Glückauf-Rennstrecke ausgetragen.

In diesem Jahr richtet der Verein gleich in drei Klassen DM-Rennen aus: in der offenen Klasse sowie in den Nachwuchsklassen bis 85 sowie bis 125 Kubikzentimeter. "Damit setzen wir konsequent unseren 2015 eingeschlagenen Kurs der Talenteförderung in Deutschland fort", sagt Stark, der zugleich Chef des sächsischen Landesverbandes Motorsport ist. Die mit jeweils 30 Startern bis auf den letzten Platz besetzten Klassen seien ein eindeutiger Beweis dafür, dass dieser Kurs richtig war und Früchte trage. Ursprünglich standen nur zwei DM-Klassen im Wettkampfkalender, doch nachdem der MC Moorgrund (Wartburgkreis/Thüringen) sein Prädikat für die Auftaktrennen in der Klasse bis 85 ccm zurückgab, sprangen die Lugauer ein. Bei den 125ern wird auf der Gottes-Segen-Schacht-Halde die zweite Veranstaltung des Jahres, in der Klasse DM Open bereits die dritte ausgetragen. Die sächsische Masters-Klasse musste dafür weichen.

Um dem hohen Niveau in der Deutschen Meisterschaft gerecht zu werden, mussten die Veranstalter auch Strecke und Sicherheitsvorkehrungen anpassen. Im vergangenen Jahr sei der 1400 Meter lange Kurs vom Deutschen Motorsport-Bund neu abgenommen worden. Die Strecke habe nun ein stadion-ähnliches Layout. Anlieger, Doppelspringer, Waschbrett, aber auch sogenannte Stopper - das sind die Herausforderungen für die Fahrer aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland. Mit den Stoppern soll die Geschwindigkeit etwas herausgenommen werden, um die Sicherheit von Fahrern und Zuschauern zu gewährleisten. "Die Motorräder entwickeln sich immer weiter, werden schneller und stärker", so Stark. Dass es in den vergangenen Jahren keine schweren Unfälle gab zeige, "dass wir auf dem richtigen Kurs sind." Trotzdem müssen die Offroader in jeder Sekunde des Wettkampfs hellwach sein, denn schließlich gehe es ständig bergauf und -ab. Schon vom Training ab 9 Uhr (freies und anschließend auf Zeit) verspricht sich der 52-Jährige viel Spannung. "Die Fahrer nutzen die Trainingssitzungen, um sich ihre Idealspur zu suchen."

Rund eine Woche sei notwendig gewesen, um das Areal für den Wettkampf zu präparieren. "Die Strecke an sich steht ja. Mit schwerer Technik wie Bagger oder Radlager mussten nur noch Feinarbeiten erledigt werden", so Ole Stark.

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