Neuer Fanshop erhält viel Lob

Sportlich bleiben aktuell viele Fragen in Aue offen. Bei der Infrastruktur schaffen die Veilchen dafür weiter Fakten.

Aue.

Auch wenn das Spiel des FC Erzgebirge Aue vor heimischem Publikum gegen Aufstiegsaspirant VfB Stuttgart ein ganz wichtiges ist, gerät es in dieser Woche zur Nebensache. Denn das, was am Montag passiert ist, bestimmt sämtliche Diskussionen. Zwei Sätze, die der FC Erzgebirge Aue per Pressemitteilung verschickte, stellten die bis dahin heile Welt im Lößnitztal auf den Kopf. Das Trainergespann, Daniel und André Meyer, ist "vorerst beurlaubt". Gestern sollten die Veilchen ihre erste Trainingseinheit haben. Doch am Vormittag teilte der Verein mit, dass es kein öffentliches Training geben wird. Dafür sprach Veilchen-Präsident Helge Leonhardt mit Pressevertretern und stellte eine weitere gemeinsame Erklärung in Aussicht.

Angesichts dieses Durcheinanders und der zahlreichen Spekulationen ist es fast schon angenehm, sich auf Fakten rund um den Verein besinnen zu dürfen. Und zu diesen Fakten gehört, dass auch an diesem Freitag der zweite Fanshop hinter der Gegentribüne geöffnet hat. Eingeweiht wurde dieser vor dem ersten Heimspiel. Das lila-weiße Band durfte Luis Scherf aus Syrau durchschneiden. Der Junge ist zwar schon lange Fan der Veilchen, war aber bis dato noch nicht im Stadion. Da seine Begeisterung durch das Testspiel des FC Erzgebirge Aue, das der Zweitligist im Rahmen seiner Saisonvorbereitung in Syrau bestritt, ansteckte, nahm Papa Michael Sohnemann Luis zum ersten Heimspiel der Saison mit ins Stadion. Dabei trug er sogar ein schmuckes Trikot, auf dem er sich längst alle Autogramme der Profis geholt hatte. Michael Scherf wollte seinem Sohn nicht nachstehen und suchte im neuen Fanshop zumindest eine kleine Grundausstattung. Und genau diese wird es auch geben, sagt Fanshop-Leiterin Simone Adler: "Schals, Trikots, Caps, Sitzkissen", zählt sie auf. Mit viel Engagement hatte sie den neuen Shop mit gestaltet und bestückt.

"Der neue Fanshop ersetzt das alte Auto", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt. "Das war einfach nur ein Provisorium." Jetzt hätten sich auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter deutlich verbessert. Der Verein habe im fünfstelligen Bereich investiert, um den neuen Fanshop auf Vordermann zu bringen, heißt es. Viele verschiedene Regionale Firmen waren am Ausbau beteiligt. Das Ganze sei in einer Rekordzeit entstanden, denn letztendlich hatte man nur vier Wochen Zeit dafür.

Nach dem ersten Verkaufstag zog Simone Adler ein positives Resümee. "Es ist wirklich sehr gut angekommen. Unsere Mitarbeiterinnen haben viel Lob bekommen." Für die Anhänger, die auf der Südtribüne sitzen, verkürzen sich die Wege deutlich. "Besonders für unsere Rollstuhlfahrer ist das eine Verbesserung", so Adler. "Sie kommen jetzt barrierefrei in den neuen Fanshop." Wenn alles klappt, könnten schon am Freitag gegen den VfB Stuttgart erstmals in der kleinen Außenstelle Tickets für das nächste Spiel verkauft werden. "Es ist soweit alles vorbereitet, der Test dafür wird an diesem Mittwoch stattfinden", sagt Simone Adler.

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