Neuer Olbernhauer Trainer bejubelt ersten Dreier

Fußball, Landesliga: SVO-Kicker setzen sich in einer kampfbetonten Partie bei Stahl Riesa mit 2:1 durch

Riesa.

In nur drei Spielen als Trainer der SV Olbernhau hat Tobias Moritz ergebnistechnisch alle Seiten des Fußballs kennengelernt. Einem Remis und einer Niederlage folgte nun der erste Sieg unter Leitung des 48-Jährigen, der die SVO-Kicker damit auf Platz 10 der Landesliga führte. Trotz des 2:1-Erfolgs bei der BSG Stahl Riesa hält Moritz allerdings nichts von Euphorie: "Mir kommt es auf die Leistung in jedem einzelnen Spiel an. Und die war diesmal ganz in Ordnung." Spielerische Fortschritte erkannte der Coach keine, dafür aber Leidenschaft pur.

Dass es an diesem Tag auf Kampfgeist ankam, hatte mehrere Gründe. Einerseits war der Rasen schwer bespielbar, zudem sorgte extremer Wind für schwierige Bedingungen. Andererseits war dieses Landesklasse-Duell nicht umsonst als Sicherheitsspiel eingestuft worden. Zahlreiche Ordner sorgten dafür, dass die Fans sich stets getrennt voneinander aufhielten. Schutz vor verbalen Entgleisungen gab es allerdings nicht. "Unsere Spieler mussten sich einiges anhören", berichtet Moritz, sagt aber im gleichen Atembezug: "Zum Glück übertrug sich diese Atmosphäre nicht auf den Rasen." Dort ging es zwar körperlich robust, aber nie unfair zu Werke. Auch die Verletzung von Toni Schuster, der sich zum wiederholten Mal die Schulter auskugelte und früh ausgewechselt werden musste (6.), war nicht auf eine böswillige Aktion zurückzuführen. Eine negative Auswirkung aufs Spiel der Gäste hatte sie schon gar nicht, denn zwei Minuten später stand es 1:0 für Olbernhau.

Torschütze war mit Steve Müller ein Spieler, der laut Moritz derzeit zu den absoluten Leistungsträgern gehört. Die Freude über die Führung währte zwar nicht lange, da ein weiter Ball hinter die SVO-Abwehr den Ausgleich einleitete. Doch noch vor der Pause lagen die Gäste wieder vorn, da Jaroslav Novak nach einem weiten Einwurf zur Stelle war. Weitere Chancen blieben die Ausnahme, da die Erzgebirger von Riesa geschickt gestört wurden. "Sie haben uns geschickt zugestellt, sodass es schwer war, ins Spiel zu kommen", berichtet Moritz, der öfter mit den von ihm ungeliebten langen Pässen leben musste. Dafür ließ aber auch die Olbernhauer Defensive dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung. Erst gegen Ende wuchs der Druck. "Da hatten wir dann auch das nötige Glück", gesteht der Trainer. (anr)

Ordon (Henrichsort); Z: 197; T:0:1 Müller (8.), 1:1 Wolf (15.), 1:2 Novak (35.)

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