Neustädtel gewinnt hitzige Partie

In der Erzgebirgsliga hat Neustädtel auch das zweite Spiel gewonnen. Annaberg II hatte im Duell der Aufsteiger das Nachsehen.

Annaberg-Buchholz.

In einem hitzigen Duell der beiden Aufsteiger in der Erzgebirgsliga hat der Neustädtler SV mit 2:0 (1:0) bei der Reserve des VfB Annaberg gewonnen. In einer intensiven und kämpferisch geführten Partie sicherten sich die Gäste damit den zweiten Dreier der Saison.

Schon früh in der Partie stand Schiedsrichter Beyer aus Rochlitz im Fokus, als er den Gastgebern einen möglichen Elfmeter verwehrte. "Den kann man geben", sagte Wolfgang Ehrl, Trainer der Annaberger. In einem intensiven und schnellen Spiel suchten beide Mannschaften ihr Glück in der Offensive und hielten sich nicht lange mit Mittelfeldgeplänkel auf, klare Chancen waren jedoch nur wenige zu verzeichnen. Die beste Möglichkeit für die Gastgeber hatte Tom Reuter, der nach mustergültiger Vorarbeit von Marcel Thiel aus kurzer Distanz aber nur die Latte traf. David Heiden im Trikot der Gäste machte es besser und erzielte nach einem schönen Heber von Kevin Gräßler im Nachsetzen das 1:0 für die Neustädtler.

Der Charakter der Partie änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten nur unwesentlich. Es wurde aber härter, da die Anzahl kleinerer Fouls deutlich zunahm. Lautstarke Proteste der Gäste waren in der 58. Minute zu vernehmen, als sich Kevin Gräßler am Strafraum durchsetzen konnte, kurz vor der Linie aber von Konrad Ehrl gefoult wurde. "Für mich eine klare Notbremse", erklärte NSV-Trainer Sven Krickemeier nach der Partie. "Der Unparteiische hätte schon eher für Ruhe sorgen können. So wurde es leider immer hitziger." Nur vier Minuten später hätten die Gäste auf 2:0 erhöhen können, jedoch scheiterte Moritz Karsunke frei vor dem Tor an Tim Wetzel im Annaberger Tor.

Knapp 20 Minuten vor Schluss hielten die 45 Zuschauer und Verantwortlichen aber erst einmal den Atem an. David Heiden blieb nach einem unglücklichen Zweikampf mit Tim Reuter am Boden liegen, wurde minutenlang auf dem Feld behandelt und schlussendlich per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. "Wir können noch nicht sagen, was es ist", so Krickemeier zur Situation. Die Partie wurde für knapp 15 Minuten unterbrochen, dann aber weitergeführt. Die Gastgeber, nun mit einem Mann mehr auf dem Platz, probierten ihr Glück mit Hilfe hoher Bälle. Erfolglos, wie auch ihr Trainer nach der Partie feststellte. "Damit kommst du nicht weit. Das war leider zu einfallslos, was wir in der Offensive gezeigt haben." Die Annaberger rannten zwar an, blieben aber immer wieder an der gut organisierten Abwehr der Gäste hängen. "Unsere Defensivleistung war heute der Schlüssel zum Erfolg", erklärte NSV-Trainer Krickemeier.

In der Schlussminute, die Gastgeber waren nach einer Ampelkarte nur noch zu zehnt, setzte Maximilian Schürer nach einem Traumpass von Gräßler den Schlusspunkt auf die Partie. "Natürlich sind wir zufrieden. Wir hatten nur elf Leute zur Verfügung, haben super gekämpft und Nadelstiche gesetzt", so ein glücklicher Sven Krickemeier nach dem Spiel. Sein Gegenüber haderte nicht mit dem Schicksal. "Die Erkenntnis ist, dass wir uns in der Liga nicht verstecken müssen", so VfB-Trainer Wolfgang Ehrl.

Statistik VfB Annaberg II: Wetzel; Ehrl, Nestler, Thiel, Reuter, Rossa (73. Mehner), Schubert (90.+6 Voigt), Schreiter, Muradi (65. Seelig), Klitzke, Seidler;

Neustädtler SV: Leistner; Hendel, Heiden, Meyer, Otto, Krickemeier, Schürer, Schmidt, Karsunke, Gräßler, Becker

Tore: 0:1 Heiden (36.), 0:2 Schürer (90. +17); SR: Beyer (Rochlitz); Z: 45

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...