"Noch ist Sand im Getriebe"

Fußball: SV Olbernhau offenbart weiter Defizite

Obwohl sein Team gerade einen Sieg eingefahren hatte, schaute Steve Dieske am Mittwochabend nicht wirklich zufrieden drein. "Es ist noch Sand im Getriebe", sagte der Trainer der SV Olbernhau nach dem Testspiel seiner Schützlinge gegen den Meeraner SV. Gegen den letztjährigen Westsachsen-Meister geriet der Landesliga-Aufsteiger sogar mit 0:2 in Rückstand, ehe Steve Müller (65.), Stephan Schäfer (84.) und Jaroslav Novak (89.) mit ihren späten Toren das Blatt noch wendeten.

"Unser großes Problem bleibt die Chancenverwertung", bilanzierte Dieske nach dem 3:2. Statt der drei Tore hätten die Gastgeber in seinen Augen "mindestens fünf bis sieben erzielen müssen". So aber überließ der Favorit den Gästen das Toreschießen. Dass gleich zwei Tempogegenstöße der Meeraner zum Erfolg führten, offenbarte laut Dieske noch eine weitere Schwachstelle: "Wir sind zu konteranfällig." Erst in der Schlussphase wachten die Olbernhauer auf. "Da haben wir richtig Gas gegeben", sagt der Trainer, der sich vom erfolgreichen Endspurt aber nicht blenden lässt: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Bis zum ersten Pflichtspiel - am 19. August sind die SVO-Kicker im Sachsenpokal beim FC Bad Lausick 1990 gefordert - bleibt noch eine Woche Zeit, um die Defizite abzustellen. In den dafür vorgesehenen drei Trainingseinheiten können sich die Spieler auf klare Ansagen gefasst machen. Auf ein weiteres Testspiel verzichtet Dieske dagegen. Verantwortlich dafür ist neben der hohen Belastung auch die derzeitige Kadersituation. "Gegen Meerane sind noch einmal drei angeschlagene Spieler dazugekommen. Somit fehlen uns aktuell acht Akteure", erläutert Dieske die Lage. (anr)

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