Nordic Walker diesmal besonders motiviert

Knapp 400 Sportler trotz Corona in Großrückerswalde: Der Gassenlauf wurde nicht nur wegen der Jubiläen zu einem Erfolg.

Großrückerswalde.

Sören Guder war der Schnellste beim 11. Gassenlauf. Der 23-jährige Lokalmatador benötigte in Großrückerswalde für die 10 Kilometer 42,12 Minuten. Es war nach 2018 der zweite Sieg des Bundespolizisten. Bei den Frauen holte sich die 30-jährige Maria Weber aus Frankenberg über diese Distanz den Sieg.

Premieren gab es dieses Jahr auch - den 10. Gassenlauf-Kids, und die Walker gingen ebenfalls zum 10. Mal auf die Strecke. Dabei gewann Uwe Noll vom Einsiedler Skiverein den Walking-Wettbewerb über 10 Kilometer in 1:15,14 Stunden. Das war der sechste Sieg des Eibenbergers, der bei den vorhergehenden Läufen stets auf dem Podest stand. Durch einen Flyer war er beim Pöhlberglauf 2010 auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. "Ich konnte durch eine Bandscheibenoperation ab 2008 nur noch walken. Diese Fortbewegungsart gehörte damals zu meiner Therapie", erklärt der 55-jährige, der seit seinem ersten Start in und von Großrückerswalde begeistert ist. "Die vielen Gassen sind eine Herausforderung, die Fanmeilen haben mich immer motiviert und den Posaunenchor an der Kirche fand ich immer ganz toll. Zudem habe ich immer alte Bekannte, getroffen", erzählt der ehemalige Langläufer, der immer mit sehr viel Ehrgeiz die Strecken absolviert. "Mein Kompliment an die Organisatoren und Helfer, die trotz Corona den Mut hatten, diese Veranstaltung auszurichten und durchzuziehen" ergänzt der Walker.

Dieses Jahr - im Zeichen der Corona-Einschränkungen zum Beispiel ohne Siegerehrung im Zelt, ohne Fanmeilen, obwohl trotzdem einige Großrückerswalder die Läufer anfeuerten - sei der Gassenlauf dennoch ein großes Erlebnis gewesen, sagt er.

"2020 war etwas Besonderes. Auch, weil mit Karl-Heinz Hercht aus Zschopau erstmals ein 80-Jähriger die 10 Kilometer absolvierte", betonte Andre Rösch vom Organisationsteam. "Und auch die drei Läufer, die vor zehn Tagen in Weißwasser gestartet waren, durften wir begrüßen. Sie hatten sich vorgenommen, nicht Letzte zu werden." Roy Löser, der Chef des Gassenlaufteams, war dieses Jahr verletzungsbedingt mit seine Frau Antonia und seiner kleinen Tochter nur beim Nordic Walking aktiv. "Ich freue mich, dass alles so gut geklappt. Damit sind wir natürlich sehr zufrieden. Die Hygienemaßnahmen wurden von allen sehr diszipliniert eingehalten und umgesetzt", lobte Löser. Resultate sind unter www.gassenlauf.com zu finden.

Service Am Donnerstag gibt es den nächsten Lauf, den 13. Pobershauer Stunden-Paar-Crosslauf im Wildsbergstadion. Anmeldungen sind bis diesen Montag, 24 Uhr, via Internat möglich.www.trans-miriquidi.de

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