Nur der HSV verbucht weitere Zähler

Aus hiesiger Sicht ist es am Wochenende in der Sachsen- und in der Verbandsliga im Handball nicht nach Wunsch gelaufen. Dabei standen die SVS-Männer dicht vor einer Überraschung.

Aue/Schwarzenberg/Zwönitz.

Die Sachsenliga-Handballer des EHV Aue II haben den dritten Sieg in Folge verpasst. Beim SV Koweg Görlitz verlor das Juniorteam am Sonntag trotz eines beherzten Auftritts mit 30:33 (15:17).

Die 2:0-Führung der Gäste konnte der neue Tabellendritte aus Ostsachsen beim 6:6 ausgleichen. Einige zu frühe Abschlüsse der Auer nutze Koweg konsequent zum 17:11. Unbeeindruckt davon folgte ein Auer 4:0-Lauf, und beim Seitenwechsel war alles wieder offen. Die ersten Minuten im zweiten Abschnitt gehörten den Görlitzern, die ihre körperliche Überlegenheit ausspielten (23:19/40.). Der EHV fand jedoch mit hohem läuferischen Aufwand Anschluss (23:24, 29:30). In der Schlussphase hatten die Auer, bei denen aus gesundheitlichen Gründen einige Spieler sowie der Trainer und der Co-Trainer fehlten, leider nicht das nötige Glück auf ihrer Seite.

Aue II: Bamler, Raupach; Baumgarten, Schwenning, Ebert (2), Friedel (3/1), Keller (3), Fischer (5), Krauß (4), L. Roth (5), Para- schiv (8). (kiw)

In der Verbandsliga West setzte es für die Frauen der SG Raschau-Beierfeld am Sonnabend gegen den HSV Marienberg II eine 19:33-Heimklatsche (10:17). Dabei starteten die erneut unter Personalnot leidenden Gastgeberinnen konzentriert. Dank der starken Susann Röder im Tor und der gut ausgespielten Angriffe hielt die SG mit (8:10). Als sich aber Anne Schmidt und Christin Ulbricht verletzten, gab's einen Bruch, und Marienberg zog über Konter bis zur Pause auf 17:10 davon.

In Halbzeit zwei versuchte Raschau-Beierfeld, sich heranzukämpfen. Allerdings nahmen die Gäste immer wieder ihr Tempospiel auf, hinzu kamen Pfosten- und Lattentreffer der SG. Somit wuchs der Abstand zusehends. Trotz schwindender Kräfte gaben sich die Einheimischen zumindest nie auf.

Raschau-Beierfeld: Röder, Henkel; Schmidt (1), Jampe (10/1), Döscher (3/1), Demmler (1), Ulbricht (2), Freitag (1/1), Groschupp (1), Fischer. (aweb)

Die Frauen des SV Schneeberg mussten sich zu Hause dem auf Rang 3 stehenden HV Chemnitz III mit 22:25 (12:12) geschlagen geben. Im ersten Durchgang setzten sich die Gäste zwar zweimal mit drei Toren ab (5:2, 9:6), aber der SVS konnte jeweils ausgleichen - auch weil Linda Putzker und Annett Keßler Strafwürfe parierten. So ging es mit einem 12:12 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff brachte der HV laut Schneebergs Trainer Sascha Thieme mehr Härte ins Spiel. "Wir hielten dagegen und konnten - unter anderem auf Grund sicher verwandelter Strafwürfe von Linda Leonhardt - den Rückstand bis zum 16:18 gering halten. In den folgenden zehn Minuten agierten wir leider zu unkonzentriert im Abschluss." Das nutzten die Chemnitzerinnen, um vorentscheidend auf 24:19 davonzuziehen.

Schneeberg: Putzker, Keßler; Kiebs, Mandel (1/1), Albert (2), Prochnow (3), Martin (1), Petzold, Dörfel (4), Leonhardt (10/8), Bamler, Fuhrig (1). (kjr)

Nach einem großen Spiel gegen einen haushohen Favoriten standen die Männer des SV Schneeberg am Sonnabend mal wieder mit leeren Händen da. Der Vorletzte unterlag daheim dem zweitplatzierten HC Glauchau/Meerane II 25:26 (15:11).

SVS-Trainer Steffen Kühnel bescheinigte seinem Team eine tolle erste Hälfte. "Sehr diszipliniert in der Abwehr und im Angriff aufgrund vieler Positionswechsel sehr variabel." So führte der Außenseiter 8:6, 10:7, 13:10 und beim Seitenwechsel 15:11. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit gelangen dem SVS aber nur zwei weitere Tore, und schon war der HC auf 16:17 heran. "Fünf Zeitstrafen im zweiten Durchgang sind zudem zu viele, um einen solchen Gegner auf Distanz zu halten", so Kühnel. Darüber hinaus habe sich der Keeper der Gäste enorm gesteigert. Daher lag Schneeberg nach 50 Minuten plötzlich 20:22 hinten. Doch der SVS kämpfte und glich 60 Sekunden vor Schluss aus. Im Gegenzug traf der HC. Die Gastgeber versuchten alles, scheiterten aber am Torhüter.

Schneeberg: Bartschat, Helbig; Reinhold, Sippel (2/2), Thielemann (5), Otto (1), Kleinhempel, Hartmann, Görner (1), Unbehauer (2), Sobieraj (3), Herholz (11). (kjr)

Einen in der Höhe von 42:24 (19:9) nicht erwarteten Sieg feierten die Männer des Zwönitzer HSV beim SSV Chemnitz-Rottluff. Damit verteidigten die Erzgebirger die Tabellenführung in der Verbandsliga West. "Die Mannschaft hat diszipliniert das umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen haben. So müssen wir auch die nächsten Aufgaben in Angriff nehmen", erklärte Trainer Frank Riedel.

Bis zum 4:4 dauerte das Abtasten, dann folgte ein Zwischenspurt des HSV auf 9:4. Ein gut aufgelegter Michal Kerner im Kasten sorgte für Rückhalt, um aus einer starken Defensive heraus ein sehenswertes Angriffsspiel aufzuziehen. Die Zwönitzer trafen von allen Positionen, und so war schon zur Pause alles klar. Auch in Hälfte zwei wusste der HSV stets die passende Antwort, vergrößerte den Vorsprung Tor um Tor.

Zwönitz: Kerner, Stopp; Viehweger (3), Löbner (10/4), Schlömer (2), Hartenstein (8), Küntzel, Kotesovec (1), Brecko (10/1), Schmidt (4), Becher (3), Langer (1). (bral)

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