Nur ein Favorit feiert ein Torefestival

Fußball, Erzgebirgspokal: Auftakt bietet Spannung und zwei Überraschungen

Borstendorf.

Zahlreiche Außenseiter haben in der gestrigen ersten Hauptrunde des Erzgebirgspokals den favorisierten Fußball-Mannschaften Paroli geboten. So mussten sich beispielsweise die beiden Kreisligisten Wolkenstein und Zschopau/ Krumhermersdorf den eine Etage höher spielenden Gästen aus Königswalde beziehungsweise Annaberg jeweils nur knapp mit 1:2 geschlagen geben. In zwei Fällen wurde der enorme Kampfgeist der niederklassigen Vertretungen sogar mit dem Weiterkommen belohnt. Bitter zu spüren bekamen dies die Erzgebirgsligisten aus Dittmannsdorf und Drebach/Falkenbach.

An Dramatik kaum zu überbieten war die Partie in Borstendorf, wo die gastgebende SG Rotation die Tirol-Kicker aus Dittmannsdorf in der Verlängerung in die Knie zwang. "Am Ende war der Sieg verdient, weil wir mehr Chancen hatten und einfach zwingender waren", sagt Borstendorfs Trainer Mirko Limbach. In der 118. Minute gelang das 2:1-Siegtor per Strafstoß. "Der Elfmeter war gerechtfertigt", räumt Tirol-Coach Steffen Richter ein, der allerdings die Platzverhältnisse kritisch sah: "Mit Fußball hat das wenig zu tun." Letztlich war er froh, dass es keine Verletzungen zu beklagen gab. Schließlich warte auf den kleinen Kader von derzeit 13 Spielern eine schwierige Saison.

Obwohl auch in Mildenau die äußeren Bedingungen nicht optimal waren, machte Drebachs Trainer Uwe Schmidt die 0:1-Niederlage seiner Elf an der Leistung seiner Schützlinge fest: "Wir haben richtig schlecht gespielt." Nach einer guten Vorbereitung fanden die Krokusse gestern nie zu ihrem Spiel und offenbarten auch defensiv Schwächen. "Ab der 60. Minute haben wir dem Gegner mehr Eckbälle geschenkt als in allen Testspielen zusammen", hadert Schmidt. Einer dieser Standards leitete das entscheidende Tor für Mildenau ein.

Auf ein hartes Duell hatte auch Steven Finzelberg sein Team ein- gestimmt. Der neue Trainer des SV Großrückerswalde, wie Drebach gerade aus der Landesklasse abgestiegen, erlebte im Spiel beim TSV Geyer dann auch einen holprigen Start. "Es hat nicht so gut begonnen, wie es klingt. Aber wir haben die entscheidenden Pässe gespielt", berichtet der erst 29-Jährige Coach, der letztlich einen Einstand nach Maß erlebte. Dass die Gegenwehr der Gastgeber rasch nachließ, nutzte vor allem Patrick Schuster, der viermal traf. Damit erzielte er mehr Treffer, als auf den meisten anderen Plätzen gestern fielen. (anr)

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