Oh: "Arzgebirg wie bist Du Ski"

1,9 Millionen Euro braucht der WSC Oberwiesenthal für die Weltmeisterschaft des Skisportnachwuchses. Deshalb freut er sich über hilfreiche Verträge - und nichtalltägliche Ideen.

Oberwiesenthal.

Rund ein Fünftel der zum JWM-Ausrichten nötigen 1,9 Millionen Euro - so das Ziel der Organisatoren - soll über Sponsoren akquiriert werden. Deshalb sind die Verantwortlichen des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal froh, dass sie am Montag im Museum K3 erste Verträge unterzeichnen durften. An der Spitze steht die Sparkassenorganisation als Exklusivsponsor.

"Ich persönlich bin zwar nicht begeistert vom Wintersport, unser Unternehmen aber schon", gab Albrecht Veit vom ostdeutschen Verband zu. Dass in diesem Oberwiesenthal eine Rolle spielt, sei bereits beim Bau der Skiarena deutlich geworden und habe sich bis zur Unterstützung von Spitzensportlern wie Eric Frenzel fortgesetzt. "Den haben wir schon als Schüler gefördert, jetzt ist er absolute Klasse", ergänzte Vorstandschef Roland Manz von der Erzgebirgssparkasse. Die Qualität der Athleten vom Fichtelberg sei überall bekannt. "Und nun wollen wir zeigen, dass die Welt bei uns auch feiern kann", fügte Manz mit Blick auf die JWM vom 28. Februar bis 8. März 2020 hinzu.

Seit 1968 werden Junioren-WM ausgetragen, Oberwiesenthal darf der fünfte deutsche Gastgeber sein. Nach Nesselwang 1971, Schonach 1981 und 2002, Reit im Winkl 1991 und Hinterzarten 2010 lädt kommenden Winter erstmals ein ostdeutsches Skigebiet zu solch einer hochkarätigen Veranstaltung sein. Nahezu 1000 Sportler und Betreuer werden dazu erwartet. Ein Wirtschaftsfaktor für die Region, der finanziert sein will.

Deshalb sind die Ausrichter froh, dass mit der Nickelhütte Aue fürs Skispringen und der Cap Parts AG Scheibenberg für die Kombinierer zwei der drei Disziplinsponsoren ihre Unterschrift geleistet haben. "Mit dem für die Skilangläufer laufen aktuell Gespräche", so WSC-Präsidentin Heike Smolinski, die auf weitere Unterstützer bauen darf. Einer davon bringt Aroma ins Geschehen: Weihrauch-Melisse steht auf den Tütchen, die als Duft in die Welt gehen. "25.000 Päckchen sind im Umlauf", so Mirko Paul, Geschäftsführer der Original Crottendorfer Räucherkerzen GmbH. "Die Kerzeln riechen nicht nach Schweiß wie die Sportler. Und Herr Paul hat schon zugesagt, da war noch gar nicht sicher, dass wir die WM erhalten", fügte WSC-Geschäftsführer Freitag an.

Auch marketingtechnisch geht es jetzt richtig los. Der Ticketkauf läuft online. Es gibt Karten für die Einzelwettkämpfe, der Pass für alle zusammen ist für 37 Euro sicherlich nicht zu teuer. Dazu dürfte demnächst der Verkauf von Fanartikeln und Bekleidung starten, auf denen "Arzgebirg wie bist Du Ski" und das JWM-Logo zu sehen sein werden. "Eines unserer Anliegen ist nämlich, dass wir Regionstypisches und Sport verknüpfen", macht Freitag deutlich. Schließlich soll die JWM nicht nach 10 Tagen vorbei sein, sondern nachwirken. Zunächst aber sind viele Helfer nötig. "Etwa um die 300, 170 haben wir", so der WSC-Verantwortliche, der aktuelle Infos ins Internet stellt. www.jwm2020.de

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