Ohne Jahnsdorfer geht nichts

Mehrere Personen aus der kleinen Gemeinde spielen bei der 56. Erzgebirgsrallye tragende Rollen. Und das nicht nur im Cockpit.

Jahnsdorf.

Wenn in den nächsten Tagen wieder Benzingeruch in der Luft liegt, dann ist die Rallye Erzgebirge da. 84 Teilnehmer erwartet der Chemnitzer AMC als Veranstalter bei der 56. Auflage der "Erze", von denen 15 nicht an der Meisterschaft, sondern an der Historic-Rallye teilnehmen.

Aus dem Altkreis Stollberg gibt Tino Krajewski seine Visitenkarte ab. Der Jahnsdorfer ist Co-Pilot bei Martin Christ und wird dem Fahrer aus Geesthacht im Mitsubishi Lancer EVO 9 den Aufschrieb der einzelnen Streckenführungen vorlesen. Nach dem technisch bedingten Ausfall bei der Rallye in Sulingen will das Duo aus den vielen gewonnenen Erkenntnissen lernen. Krajewski, der bei seinem Heimspiel seit 1998 schon weit über zehnmal am Start war, schätzt die Konkurrenz in seiner Wertungsklasse stark ein. "Gegen Ruben Zeltner, Hermann Gassner, Patrik Dinkel und Michael Bieg wird es schwierig", so der 40-Jährige, der auch diesmal wieder auf den Lerneffekt hofft und sich besonders über die Streckenführung in seinem Heimatort freut. "Die Wertungsprüfung führt genau an meinem Gartenzaun entlang", so Krajewski.

Verantwortlich für den Verlauf der Strecke ist mit Kai Tzschentke ebenfalls ein Jahnsdorfer. Als Wertungsprüfungsleiter hat er den mehr als 14 Kilometer langen Kurs abgesteckt. "Ich hole mir im Laufe des Jahres auch bei anderen Rallyeveranstaltungen Ideen für eine Wertungsprüfung ein und passe sie den aktuellen Anforderungen hinsichtlich Länge und Streckenbeschaffenheit an", so der 50-Jährige, der mit seinen zwei Stellvertretern an solch einer Aufgabe monatelang in seiner Freizeit arbeitet. "Es müssen Genehmigungen eingeholt werden, Absperrungen und Schilder organisiert, die Anwohner informiert und das Personal geplant werden." Die am Freitagabend in Jahnsdorf zu fahrende Etappe wurde gegenüber den Vorjahren deutlich verlängert und enthält neben Asphaltpassagen auch Abschnitte auf Schotter- und Feldwegen. "Wir werden mit rund 110 Helfern die Strecke absichern", so Tzschentke, der schon seit dem Kindesalter mit dem Rallyesport verbunden ist. Und auch René Lindner ist mit einer wichtigen Aufgabe betraut. Der 50-Jährige - natürlich ebenfalls aus Jahnsdorf - ist mit dem Rallyesport seit DDR-Zeiten verbunden und hat in diesem Jahr die Verantwortung über das Fahrerlager, das sich an der Auer Straße in Stollberg befindet.

Im Vorfeld der "Erze" finden bereits am Donnerstag von 14 Uhr bis 19 im Jahnsdorfer Gewerbegebiet an der Wilhermsdorfer Straße Test- und Einstellfahrten statt. Am Freitag startet die Rallye mit den beiden Prüfungen in Jahnsdorf sowie dem Innenstadtrundkurs in Stollberg. Der Samstag sieht acht weitere Streckenführungen in Gelenau, Wiesa, Oberdorf und Bad Schlema vor.

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