Organisatoren mit Rekord belohnt

Das Gassenrennen hat sich zu einer bedeutenden Veranstaltung gemausert. Ganz vorn liefen dieses Jahr die Erzgebirger selbst.

Großrückerswalde.

Die Freude stand Lokalmatador Sören Guder vom Team Gassenlauf ins Gesicht geschrieben. Nach einem dritten und einem vierten Platz in den Vorjahren gewann der 21-Jährige am Freitagabend in seiner Heimatgemeinde den 9. Gassenlauf über 9 Kilometer, das Königsrennen dieser Veranstaltung. "Es lief bei mir heute richtig gut. Ich freue mich riesig, da ich es endlich geschafft habe, auf dem Siegerpodest ganz oben zu stehen. Und vor allem, weil ich der erste Großrückerswalder bin, der diesen Lauf gewonnen hat", so der strahlende Gewinner.

Nachdem er vor einigen Jahren schon einmal über die Kurzdistanz gesiegt hatte, lief Guder nach einem Kilometer dem Feld voran und gab seine Spitzenposition nicht wieder ab. Mit 35:36 Minuten erzielte er eine der besten Zeiten aller Gassenläufe. Er verwies den Vorjahreszweiten Johannes Neuber aus Königswalde, der für die SC Norweger Annaberg startet, auf Rang zwei. "Ich hatte Sören immer vor Augen. Aber ich habe es nicht geschafft ihn einzuholen, er ist so stark und so locker gelaufen", analysierte der 17-jährige Gymnasiast, der bei einigen bedeutenden Wettkämpfen in der Region bereits auf dem Treppchen stand.

Für Carmen Wolf aus Wolkenstein war es nach ihrem fünften Start beim Gassenlauf der erste Sieg. Nach den 9 Kilometern mit 320 Höhenmetern kam die 37-Jährige mit persönlicher Bestzeit von 43:20 Minuten ins Ziel. Damit verwies sie Lydia Schneider aus Schwarzenberg und Sophia Lötzsch aus Steinbach auf die Ränge zwei und drei. "Nun hat es endlich einmal geklappt. Mit meiner Zeit bin ich mehr als zufrieden. Es ist Wahnsinn ,was die Großrückerswalder auf die Beine stellen. Ich glaube dieses Jahr haben sie alles bisher Dagewesene übertroffen", lobte die Siegerin. "Die vielen Zuschauer an Straßen und Fanmeilen haben mich total begeistert und natürlich motiviert, es herrscht eine echte Volksfeststimmung im Ort", schwärmte die Wolkensteinerin. Sie freute sich zudem über den 6. Rang ihres Mannes André auf der langen Strecke sowie über die erfolgreiche Teilnahme ihrer Töchter Mila und Luna bei den Kids. An deren Läufen hatten 180 Mädchen und Jungen teilgenommen, 50 mehr als im Jahr zuvor.

Cheforganisator Roy Löser kam in dem 128 Läufer zählenden Hauptrennen am Ende noch auf einem beachtlichen 8. Rang unter den Männern ein. Er war wegen des Gassenlaufs aus der Schweiz, wo er seit zwei Jahren lebt, extra für fünf Tage ins Erzgebirge gereist. "Ich kann es noch gar nicht fassen, dass wir ein Rekordergebnis mit 448 Startern erzielt haben und dass alles so reibungslos geklappt hat. Ein Verdienst der über 100 Helfer", so der Wahl-Schweizer. "Mir ging deshalb der sonderbare Gedanke durch den Kopf, schade, dass ich bald im Ziel bin", so Löser. Für den Jubiläumslauf 2019 habe er einige Überraschungen im Hinterkopf. Alle Einzelergebnisse: www.gassenlauf.com

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