Paradeaufgebot bietet Magerkost

Die Vorletzten aus Rochlitz nehmen aus Annaberg die Punkte mit. Damit hatte die Handball-Bezirksklasse ihre Überraschung.

Annaberg-Buchholz.

Jan Strasdat hatte die Nase gestern bissel voll. "Es lief nichts zusammen. Wir sind bis auf eine kurze Phase einfach nicht reingekommen in die Partie", sagte er nach dem 20:27 gegen Motor Rochlitz. Dass der nunmehrige Vierte der Handball-Bezirksklasse gegen den bis dato Vorletzten daheim so unter die Räder kommen würde, hatten sicherlich die wenigsten vermutet. Woran es genau lag, dafür hatte Strasdat kurz nach der Partie in der Silberlandhalle noch keine richtige Erklärung. "Es war einfach ein unschöner Tag. Vermutlich unser bislang schlechtestes Saisonspiel", fügte er an.

Seine Frauen, die die dritte Saisonniederlage in dieser Nachholbegegnung quittieren mussten, konnten in bestmöglicher Besetzung auflaufen. "An personellen Engpässen hat es also nicht gelegen. Im Gegenteil, ich musste sogar zwei Mädels aus dem Kader streichen, weil nur 14 erlaubt sind", erklärte der Trainer, der mit seiner Frau Jana die Geschicke der Sieben leitet. Doch offenbar war bereits zu Beginn der Wurm drin: 0:3 (7.). Diesem Rückstand rannten die Annabergerinnen die ganzen restlichen Minuten vergeblich hinterher. Nicht einmal konnten sie ausgleichen, gleich gar nicht in Führung gehen. Trotzdem gab es zu Pause beim 9:13 noch vage Hoffnungen.

Gleich recht, als die Gastgeberinnen nach Wiederanpfiff auf 13:14 herankamen (38.), schien alles in die vermuteten Bahnen zu gelangen. Doch weit gefehlt. "Als wir auf Tuchfühlung waren, sind wir unerklärlicherweise eingebrochen", so der Trainer, dem der Frust anzusehen war. Denn bis zur 47 Minute erzielte seine Mannschaft kein Tor mehr, die Rochlitzer hingegen deren sieben - 13:21 (47.) Bei dieser Differenz blieb es dann quasi bis zum Abpfiff.

Viel Positives erkannte Strasdat nicht. Vielleicht noch, dass seine Tochter Lisa nach längerer Verletzung durchhielt. Doch auch, dass die sonst sichere Lucie Parthova aus der Pressdeckung heraus viele Fehlversuche fabrizierte und dass drei Siebenmeter verworfen wurden, passte für Jan Strasdat gestern ins Bild. "Die Rochlitzerinnen waren agiler und besser im 1 gegen 1."

HCAB: A. Parthova, Dürig 2, Prager 1, Schaarschmidt, Schönherr, Strasdat 1, Burkhardt 2, Görg, Schwarz, Jakob 1, Neubert 4, Bartl 2, Schramm, L. Parthova 7/5; Siebenmeter: HCAB 8/5, Rochlitz 6/4; Strafminuten: HCAB 8 Rochlitz 6

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