Petrus vermiest den Schlussspurt

Der Westerzgebirgscup hat ein durchwachsenes Finale erlebt. In Bockau zogen die Organisatoren trotz allem ein positives Fazit.

Bockau.

Das Finale im Kampf um den Westerzgebirgscup im Crosslauf sollte am Tag der Deutschen Einheit sportlicher Höhepunkt in Bockau sein. Doch das Wetter spielte so gar nicht mit. Die Gastgeber vom Skiverein gaben für die rund 100 Starter dennoch ihr Bestes.

Marie-Kristin Mildner (17), die die fünf Kilometer lange Runde in Angriff nahm, sah es nicht ganz so eng. "Die Strecke war okay, und als wir liefen, hatte es sogar aufgehört zu regnen", sagte die Bockauerin über ihre Crosslauf-Premiere. Mit ihrer Freundin Anna-Marie Rapsky aus Eibenstock hat sie 2020 viel vor. "Wir wollen auch an anderen Läufen teilnehmen. Im Blick haben sie etwa den "Cross de Luxe" in Leipzig oder Dresden. Auch für Joseph Breuer aus Johanngeorgenstadt war das Cup-Finale zugleich diesjähriges Debüt in der Serie. "Die Strecke war wie immer anspruchsvoll, weil sie lange Anstiege hat", so der 19-Jährige, der erstmals auf die lange Distanz ging. "Sehr kräftezehrend." Der aufgeweichte Boden sei eine zusätzliche Herausforderung gewesen.

Olaf Plänitz, Cheforganisator der Laufserie, zog dennoch eine positive Bilanz. "Wir haben ja Neues versucht." So gab es in Schönheide für die Jüngeren eine Strecke mit Hindernissen. "Das kam wohl richtig gut an", so Plänitz. Dabei sei die Zielgruppe für die Parcours-Idee bewusst gewählt. "Es geht uns darum, dass die Kinder und Jugendlichen beweglicher werden und ihre Koordinationsfähigkeiten steigen." Das Konzept in Johanngeorgenstadt indes funktionierte nicht richtig. Anstelle eines Crosslaufs stand ein Inliner-Wettbewerb auf dem Plan. "Das ist zu speziell", sagt Plänitz mit Blick auf die Resonanz darauf.

Stützengrün habe an den Strecken gefeilt. "Mehr Wurzelpfade, weg von harten Untergründen", so der Hauptorganisator, der auch im Zuge des Finales bei seinem Bockauer Heimatverein ordentlich mit anpackte. "Wir haben Rasen gemäht, alles auf- und wieder abgebaut." Zu den vielen fleißigen Helfern gehörte auch André Jokisch. "Ich bin bestimmt schon 30 Jahre dabei, kümmere mich ums Aufschreiben der Zeiten und kassiere die Startnummern im Ziel ein", sagte er.

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