Pöhlataler liegen gut im Wind

In den Kreisligastaffeln der Fußballer lief es für die Mannschaften der Region eher holprig. Nur zwei Siege gab es in sieben Partien zu verzeichnen.

Neudorf.

Der FV Königswalde hat den vierten Erfolg in Serie geschafft, der SV Neudorf kommt nach dem Pokalaus langsam in die Gänge. Für alle anderen Vereine setzte es am 11. Spieltag Niederlagen.

Wort hält derzeit der FV Königswalde (10./15). Bei der SpG Gebirge-Gelobtland/Satzung hat er 3:1 (0:1) gewonnen und sich damit acht Punkte Luft zu den Abstiegsplätzen erarbeitet. "Es war das erwartet schwere Spiel, irgendwie haben wir es nicht angenommen. So fiel das 1:0 für die Gastgeber nach einer Ecke in der 4. Minute", so FV-Trainer Nico Barthold. Anschließend sah er viel "Gegurke". Dann dezimierten sich die Platzbesitzer nach einer Tätlichkeit selbst. "Da hatte einer gedacht, er müsse unserem Mann ins Gesicht fassen", so Barthold. Fortan lief es für seine Pöhlataler, die durch Bräuer (2) und Held die Partie drehten. "So kann's weitergehen", sagt Barthold.

Beim FSV Zschopau/Krumhermersdorf unterlag der TSV Mildenau 1:2 (0:1) und verschlief dabei laut Mannschaftsleiter Martin Hunger die erste halbe Stunde komplett. Krumhermersdorf hat dagegen sofort Betrieb gemacht und ist in Führung gegangen. "Die zweite Halbzeit haben wir stark begonnen und gleich ausgeglichen, kassieren aber postwendend den erneuten Rückstand. Dennoch, über 90 Minuten gesehen, haben wir verdient verloren. Krumhermersdorf hat einfach mehr Kampfgeist an den Tag gelegt", so Hunger, dessen Team mit 17 Zählern nun auf Platz 7 liegt.

1:4 (1:2) hieß es aus Sicht des BSV Zschopautal bei Tirol Dittmannsdorf. "Wir wussten, dass wir es schwer haben würden. Die sind immer schon eklig", so BSV-Trainer Patrick Salzer. Ein Gesperrter und drei Verletzte taten ihr übriges. "Außerdem hat Dittmannsdorf viele junge Spieler, wir die eher etwas gesetzteren." Trotz der Führung ging es mit 1:2 in die Pause. "Hervorheben möchte ich die überragende Leistung von Michal Plochy, der das eine und andere Tor mit Glanzparaden zu verhindern wusste." Der BSV, jetzt mit 15 Zählern Neunter, verlor Jakub Kroutil wegen groben Foulspiels nach einer Stunde. "Vielleicht war's doch nicht so schlimm, denn der Gefoulte erzielte wenig später das 3:1", so Salzer. "Wir haben uns 90Minuten gewehrt, aber verloren ist verloren." Im kommenden Spiel gegen Wolkenstein wir es mit zwei Rotgesperrten nicht leichter.

Ebenfalls 1:4 (0:2) ging die SpVgg Neundorf/Wiesenbad bei Drebach II unter. Durch ein frühes Eigentor nahm das Unheil seinen Lauf, erst kurz vor Ende erzielte Rico Morbach den Ehrentreffer. Die Neundorfer sind nun Elfte mit zwölf Punkten.

In der Weststaffel hat der SV Neudorf beim SV Bockau ein 3:0 (0:0) hingelegt. "Unser erster Auswärtserfolg der Saison war kein Spaziergang. Bockau hat uns anfangs durch forsches Zweikampfverhalten Probleme bereitet", so SV-Trainer Christian Steingräber. Nach einer Umstellung lief es in der zweiten Hälfte besser. "Da hatten wir die Gegner ganz gut im Griff, unterm Strich verdiente drei Punkte", so der Trainer, dessen Mannschaft nach Toren von Löser (2) und Tippmer nun mit 16Zählern auf Platz 5 geklettert ist.

Der TSV Geyer hat gegen Grünhain-Beierfeld 2:3 (0:2) verloren und bleibt mit 12 Zählern auf Rang 10. "Wir waren zwar ganz gut besetzt, aber Grünhain war einfach präsenter. Und wir haben den Spielfluss der Grünhain-Beierfelder nicht gestört", sagtGeyers Trainer Heiko Schönthier. Nach Wiederanpfiff lenkte ein Gegenspieler einen scharfen Schuss von Unglaube in die eigenen Maschen. "Dann sind wir erwacht, kriegen aber diesen sch... Ball nicht ins Tor", ärgert sich Schönthier. "Würden wir nur 60 Prozent unserer Chancen nutzen, sähe es in der Tabelle anders aus."

Beim FSV Zwönitz musste der VfB Annaberg II (8./13) mit 1:2 (0:2) passen. Alexander Thost, der Zwönitzer Trainer, sah einen "verdienten Arbeitssieg" nach früher Führung. Aber die Gäste, die schon vor der Pause einmal die Latte trafen, kamen immer besser auf und erzielten durch Schubert den Anschluss (74.). Dadurch wurde es noch einmal hektisch. In der dritten von acht Minuten Nachspielzeit flog Annabergs Willy Beckert wegen Nachtretens mit Gelb-Rot vom Platz. "Dass er sich gegen einen 20-Jährigen dazu hinreißen lässt, verstehe ich nicht", so Thost. (mit urba/jüw)

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