Pokalaus mit Applaus

Die große Überraschung ist für die Fußballer aus Marienberg in der dritten Runde des Sachsenpokals ausgeblieben. Dabei wäre bei der 0:2-Niederlage für die FSV-Kicker zuhause mehr drin gewesen.

Marienberg.

Zwei Ligen Unterschied, zwei Tore Unterschied: Das Aufeinandertreffen des FSV Motor Marienberg als Landesklasse-Mannschaft mit Oberligist FC Oberlausitz Neugersdorf in der dritten Runde des Fußball-Sachsenpokals war einfache Mathematik. Doch auch wenn das Ausscheiden durch das 0:2 am Sonntag sicherlich schmerzte, sprach die Reaktion von Coach Ronny Rother nach Abpfiff der Partie Bände: Applaudierend lief er die Seitenlinie entlang und bekundete gemeinsam mit den FSV-Fans der Motor-Elf Respekt, für die soeben gezeigte Leistung. "Wir haben gegen einen Oberligisten wenig zugelassen. Leider hat es vorn nicht ganz gereicht und auch etwas das Glück gefehlt", so Rother. Aber er freute sich sichtlich, dass seine Elf nach der Pause ohne Gegentor blieb, das Plus bei den Chancen hatte und somit eine gute Visitenkarte im Pokal abgab.

Nach beiderseits nervösem Anfang brachte ein Sonntagsschuss von der Strafraumgrenze die Gäste aus der Oberlausitz in Führung. Kurz danach köpfte Antonin Rosa nach Ecke zum 2:0 ein. "Jetzt fangen wir an mit Fußballspielen", machten sich Marienbergs Verteidiger gegenseitig Mut. Doch sie erhielten kaum Gelegenheit dazu, denn die Gäste ließen das Leder überlegt und überlegen durch die eigenen Reihen wandern. Je nach Situation wurde der Ball vom Mittelkreis auf die schnellen Außen verteilt, die mit Flanken die Motor-Defensive im Minutentakt stets aufs Neue einem fußballerischen Tüv-Test unterzogen. In der 29. Minute schloss Pierre Bauer einmal an der Strafraumgrenze ab, doch ein Oberlausitzer Unterschenkel ließ den Ball ungefährlich abprallen. "Geht mehr in die Zweikämpfe", forderte Trainer Rother in seinem Stuhl an der Seitenlinie sitzend. Seine Feldspieler nahmen sich den Hinweis zu Herzen. Die Hausherren wurden aktiver und auch Torwart Toni Grabowski verhinderte mit schönen Paraden das Anwachsen der Tor-Hypothek. Dazu ließ Neugersdorf bei Überzahl im Angriff gute Chancen aus. Ein Konterversuch nach Eckstoß des FCO sorgte für Applaus unter den zahlreichen Marienberger Fans. In der 52. Minute setzte sich Kapitän Kenny Schmidt gut mit einen Pass in Szene, dribbelte sich aber in der Abwehr fest - da kein Mitspieler schnell genug nachgerückt war. "Eines unser Markenzeichen ist ja, mit langen Pässen über die Abwehr Tore zu schießen. Leider hat es am Ende nicht zum Erfolg gereicht", so Schmidt.

Mit der Führung im Rücken schalteten die Gäste deutlich einen Gang zurück: Negativ gesehen verflachte die Partie, positiv betrachtet blieb den 341 Zuschauern genügend Zeit, die spätsommerlichen Sonnenstrahlen im Lautengrundstadion zu genießen. In der 75. Minute lag das 3:0 in der Luft, doch die Fahne schnellte wegen Abseits nach oben. Auf Gastgeberseite kratze Norman Fischer für seine Elf einen Ball noch vorm Überqueren der Torlinie weg. Der Anschlusstreffer und neue Hoffnung wurde den Marienbergern kurz vor Schluss vom Pfosten verwehrt. Auch ein möglicher Elfmeterpfiff blieb in letzter Minute zum Leidwesen des FSV aus. "Schade, ein Tor und der FC wäre sicherlich noch mal ins Schwimmen gekommen", so Ronny Rother.

Statistik Marienberg: Grabowski, Bauer, Neubauer, Hofmann (57. Otto), Schröter, Richter, Werner, Hamann (69. Ruttloff), Schmidt, Gottschalk (61. Schreiter), Fischer; T: 0:1 Moravec (15.), 0:2 Rosa (17.); SR: Florian Ordon (Heinrichsort); Zu.: 341

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