Quartett aus dem Altkreis macht Spitzenreiter Stollberg zu schaffen

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Winterpause. Für "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Zwischenfazit - heute zur Erzgebirgsliga.

Aue/Schwarzenberg.

Dass Landesklasse-Absteiger FC Stollberg nach der Hinrunde die Tabelle der Fußball-Erzgebirgsliga mit sechs Punkten Vorsprung anführt, ist keine große Überraschung. Doch die vier in dieser Staffel mitmischenden Teams aus dem Altkreis Aue-Schwarzenberg zeigten sich dem Spitzenreiter durchaus gewachsen. Sie machten der Elf, die seit Sommer 2018 von Bernd Eichenmüller - in der Region aus Affalterer Zeit bekannt - trainiert wird, ganz schön zu schaffen: Gegen den SV Eintracht Bermsgrün kam Stollberg zu Hause über ein 2:2 nicht hinaus, auswärts gab es nach der 1:3-Niederlage gegen den SV Auerhammer nur ein 3:3 beim spielstarken Aufsteiger Neustädtler SV und einen mühsamen 2:1-Sieg beim FSV Blau-Weiß Schwarzenberg.

Damit ist schon angedeutet, dass die hiesigen Altkreisvertreter in der Hinrunde eine gute Rolle spielten und mit ihrem bisherigen Abschneiden zufrieden sein können. Bernd Lippold, der mit Mike Martin das Trainergespann des SV Auerhammer bildet: "Wir überwintern auf Platz 2, dank starker Leistungen der ganzen Mannschaft. In der Rückrunde daran anzuknüpfen, ist das Ziel." Dabei will unter anderem der lange verletzte Sandro Deland wieder mithelfen. Steve Eberlein und Oliver Dehne hingegen fallen vorerst aus.

Schwarzenbergs Trainer Uwe Miller würde es freuen, wenn seine junge Truppe ihre Leistungen aus der ersten Halbserie bestätigt. "Die waren ordentlich, obwohl unsere Personaldecke zeitweise dünn war", sagt der einstige Torjäger, der durch die Rückkehrer Philip Leipner vom VfL Wildenfels und Maik Gläser nach Bundeswehr-Auslandseinsatz wieder mehr Alternativen hat.

Weder Zu- noch Abgänge gibt's in der Winterpause bei den Neustädtlern. Der Aufsteiger überraschte mit seiner offensiven Spielweise viele Kontrahenten und liegt bei Saisonhalbzeit auf Rang 7. "Ein sehr gutes Zwischenergebnis. In einigen Partien war für uns mehr drin", so Trainer Sven Krickemeier. Im Februar fliegt das NSV-Team für eine Woche zum Trainingslager in die Türkei.

Die Bermsgrüner, die in der Hinrunde trotz extremer Personalnot nur viermal verloren, bereiten sich in der Heimat vor, verzichten dabei auf Hallenauftritte. "Als draußen bei uns nichts mehr ging, boten Beierfeld, Waschleithe und Langenberg uns dankenswerterweise Ausweichmöglichkeiten", so Trainer Uwe Hörig. "Platz 8 ist trügerisch. Der Klassenerhalt bleibt unser oberstes Ziel."

Das besondere Salz in der Fußball-Suppe sind immer die Derbys. Sechs davon gab es in der Hinrunde mit Blick auf den hiesigen Altkreis. All diese Partien waren gut besucht und blieben nicht torlos. Schwarzenberg konnte dabei dreimal auf eigenem Platz agieren, unterlag Auerhammer o:1, bezwang aber Neustädtel und Bermsgrün jeweils 3:1. Auerhammer verlor 1:2 gegen Bermsgrün und spielte in Neustädtel 2:2, Neustädtel besiegte Bermsgrün 2:1.

In der Torschützenliste liegt Steven Tonne von Tabellenführer Stollberg mit 15 Treffern vorn, gefolgt von Simon Smidt (Crottendorf/13). Auf Platz 3 folgen mit je neun Toren Gaga Dolidze (Schwarzenberg), Kevin Gräßler (Neustädtel) und Mohammed Khemiri (Auerhammer). Erfolgreichster Bermsgrüner ist bisher Robert Pohl, der siebenmal traf.

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