Quartett schneidet wunschgemäß ab

Auf den Fußballplätzen im Erzgebirge herrscht Sommerpause. Für die "Freie Presse" Gelegenheit zu einem Saisonfazit - heute zur Erzgebirgsliga.

Aue/Schwarzenberg.

Mit Blick auf ihren jeweils eigenen Anspruch haben sich die hiesigen Teams in der Fußball-Erzgebirgsliga gut verkauft. Der Altkreis war vergangene Saison mit dem SV Auerhammer, dem FSV Blau-Weiß Schwarzenberg, dem SV Eintracht Bermsgrün und dem Neustädtler SV vertreten - zu Buche standen die Ränge 2, 3, 8 und 9.

Einen Platz besser als im Vorjahr - auf 2 statt auf 3 - wollten die SVA-Kicker abschneiden. "Das meisterten wir mit Bravour", sagt Trainer Mike Martin, der Glück hatte. "Im Sommer 2018 gab es kaum Abgänge. Dafür kamen drei starke Neue dazu." Die Basis für den Erfolg. Auerhammer schloss mit 49 Punkten und acht Zählern Rückstand auf Tabellenführer Stollberg ab, war einmal selbst Erster - am 3. Spieltag. Die schlechteste Platzierung folgte zwei Wochen später mit Rang 6. Danach ging's stets aufwärts und nicht weiter runter als bis auf Platz 3, ehe das Team zum Abschluss mit dem 3:1 über Absteiger Annaberg II die Saison versilberte. Der Aufstieg war laut Martin nie Thema. "Wird er auch nicht", so der Coach, der das Training künftig mit Daniel Schneider aus Wildenfels lenkt. "Bernd Lippold will kürzer treten." Die meisten Einsätze beim SVA hatte Nils Günther mit 24 Partien bei 1941 Spielminuten plus zehn Treffern. Genau so viele Tore gelangen Toni Colditz. 2020 feiert der Verein 100-Jähriges. Martin: "Wir wollen in die obere Tabellenhälfte." Doch das wird schwer. "Denn die Liga ist stark besetzt."

Den Top-Torjäger hatte der FSV Blau-Weiß Schwarzenberg in seinen Reihen: Gaga Dolidze traf in 21 Partien 32-mal, stand 1886 Minuten auf dem Platz. Der Stürmer ließ seine Verfolger klar hinter sich. Kevin Gräßler vom Neustädtler SV erzielte wie auch Steven Tonne (Stollberg) 18 Tore. Mit dem Abschneiden seines Teams ist FSV-Coach Uwe Miller zufrieden. "Mit der sehr jungen Truppe war der Klassenerhalt das Ziel." Die meisten Spieler seien 19 und 20 Jahre jung. "Es lief besser, als gedacht." Auch wegen des guten Zusammenhalts. Philipp Rumberger erhielt mit 26 die meisten Einsätze, sammelte 2300 Spielminuten. Zuletzt rang Schwarzenberg Spitzenreiter Stollberg ein 1:1 ab. Das bedeutete Rang 3 (47) - knapp vor Drebach (46). Zwischenzeitlich rutschte der FSV bis auf Platz 10 ab, fing sich aber wieder. Ab dem 8. Spieltag ging es stabil in höhere Gefilde. In Sachen Fairness gibt es als Vorletzter Nachholbedarf. Stark indes präsentierte sich die Defensive. 30 Gegentreffer - so wenige stehen nur bei Schwarzenberg und Aufsteiger Stollberg zu Buche. 14 Siege, sieben Niederlagen und fünf Remis sprechen für das Potenzial der Blau-Weißen. Trotzdem sei erneut ein Mittelfeldplatz das Ziel. "Wir sind gut aufgestellt", sagt Miller. Sogar eine dritte Männermannschaft werde gebildet, um allen Spielpraxis zu geben.

Mit Blick auf die dauerhaft angespannte Personalsituation ist für Uwe Hörig, Trainer des SV Eintracht Bermsgrün, Platz 8 voll im Soll. Das Team landete mit 36 Zählern vor Aufsteiger Neustädtel (35) und hinter Crottendorf (38). "Mehr war nicht drin. Wir sind froh, die Klasse gehalten zu haben." Was in der Mannschaft steckt, zeigte sie anfangs. Von Platz 7 kletterte sie bis auf Rang 4 und 2, ehe die Talfahrt einsetzte. "Wegen schwindender Personaldecke", so Hörig. Leichter wird es kaum. Martin Jenschek und Oliver Richter wechseln nach Waschleithe, Roman Selbert beendet seine aktive Karriere. Und der eigene Nachwuchs brauche noch Zeit, um die Männermannschaft um Torjäger Robert Pohl, der vorige Saison achtmal traf, verstärken zu können.

In Neustädtel zählte nur der Klassenerhalt. "Das hatte höchste Priorität", so Chris Neubert, Fußball-Abteilungsleiter. Der Aufsteiger um Trainer Sven Krickemeier sicherte den Liga-Verbleib mit vier Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Bei den Schwarz-Gelben war Kevin Gräßler mit 18 Toren am treffsichersten, gefolgt von Moritz Karsunke mit acht Treffern. Es ging gut los. "Wir holten teils überraschend Punkte", so Neubert. Von Platz 8 hievte sich die Elf am 10. Spieltag sogar mal bis auf Rang 3 nach oben, ehe sie dauerhaft Neunte war und diese Position ab dem 16. Spieltag nicht mehr verließ. "Unsere Fans sahen tolle Spiele und viele Tore. Das zählt. Die junge Truppe gab ihr Bestes." Kein Deut weniger ist künftig nötig. Neubert: "Erneut kämpfen wir in dieser stark besetzten Liga um den Klassenerhalt."

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