Rätselraten statt Beachvolleyball

Die Liga-Zugehörigkeit der Zschopauer Volleyballer ist endgültig geklärt. Dennoch bleiben beim Drittligisten noch einige Fragen offen.

Zschopau.

Nun ist es also offiziell. "Wir werden auch nächstes Jahr in der Dritten Liga Ost spielen, die Bestätigung vom Verband liegt vor", sagt Trainer Andreas Richter vom VC Zschopau, den höchstklassigen Volleyballern des Erzgebirgskreises. Seine Männer hatten in Deutschlands dritthöchster Spielklasse nur 6 ihrer 17 Saisonspiele gewonnen, als die Saison im März abgebrochen wurde. Eigentlich wollten sie sich bei noch drei ausstehenden Partien am Netz den Klassenerhalt sichern, nun fiel die Entscheidung am grünen Tisch. Auch der TSV Niederviehbach und der MTV München, die beiden einzigen Teams hinter Zschopau, dürfen trotz ihrer Abstiegsränge in der Staffel bleiben.

"Wer theoretisch noch die Chance hatte, die Klasse zu halten, erhält das Recht, drinzubleiben", erläutert Richter die für alle Ligen geltende Regelung. Auch das Aufstiegsrecht könnte je nach den Tabellen stets an mehrere Teams gehen. "Es kann also passieren, dass einige Staffeln in der kommenden Saison aufgestockt werden", mutmaßt der Zschopauer Trainer, der wie alle womöglich noch etwas länger auf die endgültige Einteilung warten muss. Auch in den eigenen Reihen bleiben trotz des Liga-Verbleibs noch einige Fragen offen. Schließlich hat der Coach die meisten seiner Schützlinge nach dem abrupten Saisonende nicht mehr gesehen.

Viele Spieler ließen die Sommerpausen nicht ungenutzt. Aus dem Zschopauer Verein widmeten sich viele Akteure dem Beachvolleyball, doch das ist in diesem Jahr vorerst nicht möglich. "Die höchste deutsche Beach-Tour ist komplett abgesagt worden", erklärt Richter. Es besteht aber die Möglichkeit, dass auf regionaler Ebene noch ein Spielbetrieb aufgenommen wird: "Hier gelten die Absagen erst einmal nur bis zum Mai." Selbst wenn es danach nicht sofort losgeht, scheinen einige Turniere in der zweiten Sommerhälfte möglich, sollten die Beschränkungen gelockert werden. Die Motorradstädter selbst wollen zum dritten Mal ihren Beach-Cup ausrichten, Organisatorin Claudia Preußner hat die Hoffnung nicht aufgegeben.

Für Andreas Richter stellten die Wettbewerbe im Sand eine Möglichkeit dar, selbst noch einmal ans Netz zu gehen. "Außerdem kann man dabei auch Ausschau nach neuen Spielern halten, man kommt leicht ins Gespräch", sagt er. Solche Möglichkeiten bieten sich nun aber vorerst nicht. Auch das Sichtungstraining, bei dem der VC Zschopau sonst schon so manchen talentierten Perspektivspieler entdeckt hat, fällt in diesem Jahr weg. Neuzugänge sind laut Richter daher nicht unbedingt zu erwarten. "Aber wir waren in der abgelaufenen Saison mit 16 Spielern ziemlich breit aufgestellt", gibt sich der Coach recht gelassen. Der Kader bleibe zum Großteil zusammen, in einigen Fällen stehen aber noch Gespräche an.


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