Raus mit viel Applaus

Trotz guter Leistung sind die Fußballer des FC Stollberg aus dem Sachsenpokal ausgeschieden. Bei der 1:2-Heimniederlage gegen Neusalza-Spremberg fehlte dem Team vor allem Cleverness.

Stollberg.

Irgendwann reißt jede Siegesserie. 18-mal in Folge hatten die Fußballer des FC Stollberg wettbewerbsübergreifend zuhause nicht verloren. Am Sonntag war es nun doch soweit. Die 1:2-Niederlage gegen den FSV Neusalza-Spremberg bedeutete zugleich das Aus im diesjährigen Sachsenpokal-Wettbewerb. In der ersten Runde hatten sich die Erzgebirger noch selbst mit 2:1 gegen Markkleeberg durchgesetzt.

Wie schon gegen die Rand-Leipziger beweisen die Stollberger aber auch gegen die Mannschaft aus der Oberlausitz, dass sie gegen höherklassige Teams durchaus mithalten können. Der Landesligist, im Vorjahr Vierter und nun ohne Niederlage schon wieder auf Platz 3, präsentierte sich in der ersten Hälfte zwar als das feldüberlegene Team, doch die ohne vier Stammspieler angetretenen Gastgeber hielten mit viel Kampf- und Laufstärke dagegen. Und sie zeigten eine bemerkenswerte Effizienz. Nach 37 Minuten zog Lukas Schreiter aus der Distanz ab. Der vom Torwart abgewehrte Ball landete bei Lukas John, der sich die Chance nicht entgehen ließ.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste, die sich in Runde 1 beim Meißner SV (Landesklasse Mitte) mit 3:1 durchgesetzt hatten, die Zügel an. Nach 50 Minuten landete ein Querschläger bei den Neusalzaern, die den Ball sofort in die Tiefe spielten. Den Rückpass verwertete der Pole Radoslaw Sarelo, seit dem Vorjahr in Diensten des Vereins, eiskalt. "Da hätten wir uns cleverer anstellen müssen. Wir waren am Mann dran. Ein kleines taktisches Foul und es gibt Freistoß. Dann passiert vermutlich gar nichts", so Eichenmüller, der dann allerdings mit ansehen musste, wie der zweite und spätere Siegtreffer tatsächlich aus einem Freistoß - allerdings aus anderer Position - fiel. Kacper Haldas, verwandelte den per Kopf verlängerten Ball unhaltbar. "Dieses Tor war schwer zu unterbinden. Nur, wenn man wirklich hauteng am Mann steht", sagte der Stollberger Coach. Speziell in den letzten zehn Minuten sah der 63-Jährige dann ein Stollberger Team, das vehement auf das gegnerische Tor drückte, dem die Wende allerdings nicht mehr gelang. "Einen Klassenunterschied", so der Coach, "habe ich über die gesamten 90 Minuten hinweg nicht gesehen."

Nun gilt der Fokus also der Liga, in der am Sonntag mit Absteiger Rapid Chemnitz die nächste schwere Aufgabe wartet. "Als Aufsteiger in die Landesklasse haben wir nur schwere Aufgaben", relativiert Eichenmüller, der aber trotzdem guten Mutes in die Partie gehen kann. In beiden bisherigen Ligaspielen in dieser Saison gingen seine Schützlinge als Sieger vom Spielfeld.

Statistik Stollberg: Müller, Wolfermann, Seim (62. Grießbach), John, Günther (90. Beck), Schreiter, Iser, Kreißel, Knopf, Tonne (81. Meyer), , Schönichen; Tore: 1:0 John (37.), 1:1 Sarelo (50.), 1:2 Haldas (56.); SR: Albert (Leipzig); Z: 111

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