Rechnung ist weiterhin offen

Rallyefahrer Ron Schumann aus Stollberg hat beim DM-Lauf in Niedersachsen zum dritten Mal vorzeitig aufgeben müssen. Ein anderer sammelte erste Erfahrungen.

Stollberg/Jahnsdorf.

Es sollte einfach nicht sein. Auch beim dritten Start im niedersächsischen Sulingen war für das Stollberger Rallyeteam um Ron Schumann das Rennen beendet, bevor es richtig angefangen hatte. Beim vierten Lauf im Kampf um die deutsche Rallyemeisterschaft stellten der 33-Jährige und sein Schweizer Co-Pilot Bernd Hartbauer schon auf der zweiten der 13 Wertungsprüfungen ihren Skoda Fabia R5 mit technischen Problemen ab.

"Beim Anbremsen auf eine Rechtskurve ist der Gang stecken geblieben", so Schumann, der dadurch neben die Strecke rutschte und wertvolle Zeit einbüßte. Im Zwischenservice nach der zweiten Prüfung konnte der Fehler nicht behoben werden. "Wir konnten nicht klar analysieren, was am Getriebe defekt ist", so Schumann, der seinen Boliden enttäuscht auf den Hänger aufladen musste. "Die Rechnung mit der Strecke bleibt damit weiterhin offen", so Schumann, der in der Meisterschaft von Platz 3 auf Rang 6 abrutschte.

Mit dem Jahnsdorfer Tino Krajewski fuhr ein weiterer Motorsportler aus der Region bei der Hatz "Rund um die Bärenklaue" mit - als Co-Pilot des Niedersachsen Martin Christ. "Wir kennen uns schon ewig aus den gemeinsamen Zeiten im Trabant-Rallye-Cup, in denen wir noch Konkurrenten waren", so der 40-Jährige, der zum ersten Mal in Sulingen dabei war. Als Ziel hatte das Duo, das gemeinsam die 25. Rallye bestritt, nicht unbedingt eine gute Platzierung ausgegeben. Es galt vielmehr, Streckenkenntnisse und Erfahrungen in der deutschen Rallyemeisterschaft zu sammeln und die Teamarbeit zu optimieren.

Beeindruckt zeigten sich beide von der Wertungsprüfung auf dem IVG-Gelände, einem ehemaligen Militärdepot im dicht bewaldeten Gebiet der Eickhofer Heide, das sich auf mehr als 13 Quadratkilometer erstreckt und aus unzähligen Wegen mit Abzweigen und engen Kurven besteht. "Da hat man kaum eine Pause beim Vorlesen des Aufschriebs für seinen Fahrer", so der Jahnsdorfer. Die Königsprüfung der Veranstaltung zählt zu den schwierigsten Streckenführungen in der gesamten Deutschen Rallyemeisterschaft. Auf diesem Abschnitt trennte sich auch diesmal nicht nur die Spreu vom Weizen, was die Gesamtwertung angeht - auch für Christ und Krajewski war Endstation. Nach dem zweiten Durchgang der 24,7 Kilometer langen Strecke mussten die beiden ihren Mitsubishi Lancer mit technischem Defekt abstellen. "Die Bremsleitung an der Hinterachse war abgerissen", so Krajewski. "Schade, dass wir vorzeitig ausgeschieden sind. Aber unser Ziel, mit vielen neuen Erfahrungen heimzukehren, haben wir erreicht."

Sieger des Meisterschaftslaufs wurde Lokalmatador Christian Riedemann. Mit Co-Pilot Michael Wenzel war er im VW Polo R5 GTI nach 13 gefahrenen Wertungsprüfungen 28,4 Sekunden schneller als das im Titelkampf führende Duo Fabian Kreim/Tobias Braun.

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