Reisestrapazen zahlen sich aus

Drei Partien auf fremden Parkett, drei Siege: für die Handball-Teams der Region haben sich die Kilometer auf der Autobahn am Wochenende gelohnt.

Aue/Schneeberg.

Der Bann ist gebrochen: Mit einem knappen 28:27-Erfolg (12:12) in Apolda hat sich das Juniorteam des EHV Aue II den ersten Auswärtssieg der Saison gesichert und belegt nun mit 7:11 Punkten den 11. Rang. Im ersten Durchgang legten die Auer bis zum 8:6 durch Simeon Fischer vor. Es folgten weitere Ballgewinne der agilen Auer Abwehr, jedoch wurden im Tempospiel nach vorn zahlreiche Fehlpässe produziert oder man scheiterte im Nahwurfbereich am starken Torwart der Gastgeber, sodass es mit einem Remis in die Pause ging. Nach dieser konnten sich die Thüringer in Führung bringen (16:14), die Erzgebirger hatten aber die passende Antwort und brachten sich mit 20:18 selbst wieder nach vorn. In einer spannenden Schlussphase stand es fünf Minuten vor Schluss 26:26, die Auer konnten in eigener Überzahl aber mit 28:26 in Führung gehen. Mit Glück und Geschick verteidigten die Gäste in den letzten 30 Sekunden den Vorsprung und konnten sich besonders bei Torhüter Alexander Raupach bedanken, der einen Siebenmeter der Thüringer nach Ablauf der Uhr parierte und damit den Sieg sicherte.

Auch die Nachwuchshandballer der SG Nickelhütte Aue haben in der A-Jugend-Bundesliga einen Auswärtssieg gefeiert. Beim TV Großwallstadt hieß es nach 60 Minuten 30:27 (16:10) für die Erzgebirger. Schon früh gingen die Gäste durch Nick Mehlhorn in Führung und gaben diese in der verbleibenden Spielzeit auch nicht mehr her. Über das 5:3 durch den B-Jugendlichen Kevin Günther und das 10:7 durch Rückraumspieler Leo Bauer konnte Aue mit viel Disziplin im Angriff bis zur Halbzeit auf 10:16 enteilen. Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, danach kam der TVG ins Rollen und konnte auf 15:18 verkürzen. Taktisch diszipliniert spielten die Erzgebirger aber ihre Angriffe weiter aus und konnten die Bayern auf Distanz halten (24:20). Die verschärften daraufhin das Tempo, verringerten den Abstand wieder auf ein Tor (24:23) und stellten in der Folge auf eine offensivere Deckungsformation um. Der Nickelhütte-Nachwuchs nutzte das aus und brachte sich mit einem konzentrierten Spiel endgültig auf die Siegerstraße.

Die Schneeberger Sachsenliga-Handballerinnen haben indes einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf für sich verbucht. Sie siegten beim Schlusslicht aus Mölkau mit 31:28 (17:14). Dass die SVS-Damen unbedingt gewinnen wollten, bewiesen sie mit einer schnellen 3:0-Führung (4.) und einer aggressiven und sicheren Defensive. Bis zur 12. Minute bauten die Gäste ihren Vorsprung auf fünf Tore aus (7:2) und ließen sich auch bis zur Halbzeit nicht aus der Ruhe bringen. Lediglich die Chancenverwertung bereitete SVS-Trainer Sascha Thieme etwas Kopfschmerzen: "Zur Halbzeit hätten wir noch höher führen müssen." Auch im zweiten Abschnitt überzeugten die Schneebergerinnen mit einer starken Defensivleistung, der Lohn dafür war eine 26:20-Führung (46.). Die Mölkauerinnen mobilisierten noch einmal alle Kräfte, wollten sich nicht kampflos geschlagen geben und brachten sich mit dem 26:28 (55.) tatsächlich noch einmal in Schlagdistanz. Die Gäste spielten die verbleibende Zeit aber clever runter und sicherten sich die wichtigen Punkte. "In der Defensive agieren wir im Moment wieder sehr konsequent und mit einer verbesserten Sicherheit. Auch wenn im Abschluss nicht alles optimal lief, so muss ich meinen Ladies sehr zu Gute halten, dass wir es unermüdlich immer wieder versucht haben, den eigenen Ballbesitz erfolgreich im gegnerischen Tor unterzubringen", so Trainer Thieme. "Ein Lob also für die Arbeit der vergangenen zwei Wochen an meine Spielerinnen. Hoffen wir, dass wir den Aufwärtstrend fortsetzen können." (mit kiw)

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