Reserve bleibt unter den Erwartungen

Aus zwei Nachholpartien habendie Handballerinnen des HSV Marienberg II nur einen Punkt geholt. Dabei ging diesmal sogar die Trainerin selbst in der Verbandsliga auf Torejagd.

Marienberg.

Ihren Jahresauftakt hatten sich die Verbandsliga-Handballerinnen aus Marienberg anders vorgestellt. Während andere Teams noch frei hatten, musste die HSV-Reserve gleich zweimal gegen schlechter platzierte Teams ran. Zu einem Sieg reichte es aber nicht.

HSV 1956 Marienberg II gegen HSG Riesa/Oschatz II 27:30 (16:15): Von der Tabelle her galt die HSV-Reserve als Favorit, doch ein Blick aufs Spielprotokoll offenbarte eine andere Situation. So liefen die Gäste mit acht Spielerinnen aus ihrer Oberliga-Mannschaft auf. Marienberg verzichtete dagegen auf Verstärkung - bis auf eine Ausnahme. Trainerin Lucie Hribova streifte aufgrund der dünnen Personaldecke selbst das Trikot über. Aber auch sie konnte nicht verhindern, dass die Riesaerinnen mehrfach mit vier Toren vorn lagen. Zuletzt war dies beim 11:15 der Fall. Ein Zwischenspurt bescherte den Marienbergerinnen dann eine 16:15-Pausenführung. Nach dem 17:17 (33.) übernahm aber wieder die HSG-Reserve das Kommando und verwaltete stets einen Vorsprung von bis zu fünf Toren. Die Geschehnisse der ersten Halbzeit schienen sich gegen Ende zu wiederholen, als die HSV-Damen auf 27:28 verkürzten (57.). Doch diesmal reichte es nicht zur Wende. "Es ist sehr schade, dass wir verloren haben. Denn das Spiel war bis zum Schluss ausgeglichen", bilanziert Hribova, die dennoch Gründe für die Niederlage erkannte. "Es fehlt uns manchmal die Cleverness. Aber das ist noch eine Lernphase", sagt die Trainerin, an deren Stelle diesmal Marcela Splechtova die Kommandos von der Bank gab.

SV Turbine Leipzig gegen HSV 1956 Marienberg II 23:23 (14:12): Ohne Frenzi Heft, die nach ihren zehn Toren am Freitagabend zu einer beruflichen Weiterbildung aufbrach und in den kommenden sechs Wochen fehlen wird, gab es für die HSV-Reserve in der Messestadt das nächste enttäuschende Resultat. Dabei waren diesmal fünf Stammkräfte aus der ersten Mannschaft an Bord, was die Hoffnung auf einen Sieg nährte. Allerdings kam alles ganz anders. "Es war unser schlechtestes Abwehrverhalten seit meinem Antritt als Trainerin. Die Chancenverwertung zudem miserabel", berichtet Lucie Hribova. Ihr Team kam auch mit dem Haftmittelverbot in der Halle nicht zurecht, sodass es zu vielen technischen Fehlern kam. Nach einem 6:12-Rückstand (20.) kämpften sich die Erzgebirgerinnen aber heran und schienen bei ihrer 19:16-Führung dann endlich das Zepter in der Hand zu haben (46.). Es blieb jedoch eine enge und aus Marienberger Sicht verkorkste Partie. Auch die Anweisung, die Lucie Hribova 30 Sekunden vor Schluss bei einer 23:22-Führung gab, nutzten nichts. Leipzig kam noch zum Ausgleich, sodass Marienbergs Reserve mit nunmehr 10:12 Punkten Platz 6 belegt. (kgf)

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