Respektable Ergebnisse an der Chinesischen Mauer

Im Feld der Weltbesten hat sich Daniel Sieber stark präsentiert. Mit seinem funkferngesteuerten Auto kam er auf Platz 15.

Gelenau.

Von der "besten WM aller Zeiten", sprechen die Siebers. Das Vater-Sohn-Gespann aus Gelenau ist voller toller Eindrücke von der Weltmeisterschaft aus Peking zurückgekehrt. Daniel Sieber erreichte dort sein bisher bestes WM-Resultat.

"Voller Erwartungen sind wir nach China. In den Klassen 1:12 und 1:10 wurden dort die Weltmeister unter den RC-Piloten gesucht", so Vater und Betreuer Uwe Sieber. 15 Millionen US-Dollar, wie vorher angekündigt, waren zwar doch nicht für die WM investiert worden. Aber: "Uns erwartete eine super tolle klimatisierte Halle mit allen Raffinessen, eine der schönsten Außenstrecken der Welt mitten im Olympiapark, kostenlose Getränke - einfach unglaublich", schwärmen die Erzgebirger. Nur, dass sie bewacht wurden, war etwas unangenehm.

Angenehm verlief der sportliche Teil. In der Klasse 1:12 unter den R(adio)-C(ontrolled)-Autos bekam es Daniel Sieber mit 60 Konkurrenten aus 20 Ländern zu tun. "Darunter alle, die weltweit Rang und Namen haben", sagt der 29-Jährige. Er hielt im Training gut mit und wurde in den Vorläufen besser, obwohl er nicht mit dem besten Material antreten konnte. "Denn die neuen Akkus, die wir per Post verschickt hatten, kamen nicht an", so der Erzgebirger. Trotz der Widrigkeiten qualifizierte er sein Auto auf Platz 16, verbesserte sich in zwei spektakulären Finalläufen mit tollen Überholmanövern noch um einem Platz. "So weit vorn war er bei einer WM noch nie", so Papa Sieber.

Nach dem Besuch der Chinesischen Mauer am Pausentag ging es mit den 1:10-Tourenwagen weiter. Smog, Wind und unterschiedliche, zum Teil richtig schlechte Reifen verärgerten manchen Teilnehmer. Siebers Erwartungen hielten sich wegen wenig Trainings in dieser Klasse und angesichts der 150 Teilnehmer aus 31 Ländern in Grenzen. Anfangs lief es gut, dann wurde der Gelenauer zweimal böse von der Strecke katapultiert. "In den Finals hatte ich keine Chance, auch wegen der Reifen. Platz 47 sehe ich trotzdem als respektabel an", so der junge Mann, der eine fast fehlerfreie Leistung zeigte und sich mit seinem Freund Ronald Völker vom Modellbauclub Goldstein freute. Der wurde Weltmeister.

"Die Chinesen haben alles getan, um eine perfekte WM zu bieten", so die Siebers. Ihr Fazit gilt, denn erlebt haben die beiden schon einige WM: 2006 ging es im italienischen Collegno mit Rang 67 los, es folgten Thailand 2008 (18., Bangkok), Deutschland 2010 (24., Burgdorf), Holland 2012 (29., Heemstede), die USA 2014 (21., Tampa) und 2016 nun China. Da würde Südafrika 2018 gut reinpassen. "Dafür üben wir nun."

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