Ringer wollen nachlegen

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt will Regionalligist RV Thalheim nun auch in Potsdam Zählbares holen. Auf dem Papier schwerer haben es die Lugauer Eichenkränze.

Thalheims Benjamin Opitz (l.) will auch gegen Potsdam als Sieger von der Matte gehen.

Von Jürgen Werner

Die Szene geht Thalheims Trainer Steffen Richter noch immer durch den Kopf. Beim Auftaktsieg seiner Landesliga-Ringer vergangene Woche gegen Leipzig hatte sein Schützling Chris Schneider nach seinem Sieg auf der Matte den Kampfrichter beleidigt - und war nachträglich disqualifiziert worden. "Wir haben das mit ihm ausgewertet und ihm klar gemacht, dass so etwas nicht passieren darf. Er hat es auch eingesehen", sagt Richter, der wegen des "Blackouts" aber dennoch umplanen muss.

Denn Schneider ist beim ersten Auswärtsauftritt der Saison am Samstag in Potsdam gesperrt - wie lange danach noch, ist bislang unklar. Im Limit bis 86 Kilogramm wird daher wohl Kevin Mehlhorn sein Saisondebüt feiern. In die brandenburgische Landeshauptstadt fahre man, um zu gewinnen - auch, wenn der Gegner keineswegs zu unterschätzen sei. "Die haben durchaus gute Leute", sagt Richter, der auf den Berliner Abdurashid Ataev (80 kg) verweist.

Eher skeptisch schaut indes Lugaus Vereinschef Jan Peprny aufs Wochenende. Seine Eichenkränze müssen in Markneukirchen beim Staffelfavoriten ran. Mit Schauder denkt er an die vergangene Saison. "Da haben wir zur Halbzeit 10:0 geführt und dann keinen Punkt mehr geholt und noch verloren." Auch diesmal rechnet er nicht mit einem Punktgewinn. Zwar hat er mit Neuzugang Robert Dobrodziej (57 kg), Tim Hamann (66 kg) und seinem Sohn Toni (86 kg) seine Spitzenringer dabei - doch in der 80-Kilo-Klasse klafft wieder eine Lücke. Der tschechische Neuzugang Filip Dubsky darf wegen des Ausländerlimits dort nicht starten. Und für das neue Trio aus Artern - Jan Richtsteig, Tim Walther und Marco Scherf -hat der Verein die Wechselfrist verschlafen. Sie dürfen erst ab 4. Oktober ihren Dienst für Lugau antreten - und fallen damit auch für das prestigeträchtige Derby gegen Thalheim aus, das einen Tag zuvor stattfindet.

Ebenfalls gerungen wird am Wochenende der Landesliga. Der RV Thalheim, der bereits zwei Siege in dieser Saison eingefahren hat, muss am Samstag ab 17.30 Uhr bei der Reserve von Bundesliga-Aufsteiger Greiz ran.

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