Rote Laterne mitgebracht

Gleich zwei Spiele hatten Zschopaus Volleyballer am Wochenendein der Dritten Liga Ost zu bestreiten. Was als Wendepunkt in einer schwachen Saison gedacht war, trug zu einer weiteren Verschlechterung in der Tabelle bei.

Jena/Niederviehbach.

Voller Hoffnung waren die Volleyballer des VC Zschopau am Samstagvormittag aufgebrochen. "Drei Punkte wären eigentlich zu wenig", hatte Trainer Andreas Richter vor den beiden Auswärtsspielen beim VSV Jena und beim TSV Niederviehbach gesagt. Zwei Siege schienen kein unrealistisches Ziel zu sein. Schließlich warteten zwei direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller auf die Motorradstädter, die zuletzt beim 1:3 gegen Medaillenanwärter Eibelstadt ansteigende Form gezeigt hatten. Nach der Rückkehr von diesem Doppelspieltag herrscht allerdings Ernüchterung. Statt der erhofften Punkte haben die VC-Herren von ihrer Reise nach Thüringen und Bayern die Rote Laterne und eine bittere Erkenntnis mitgebracht.

"Die Entscheidung im Kampf um den Klassenerhalt haben wir jetzt nicht mehr in der eigenen Hand", sagt Richter, dessen Team von Niederviehbach die Rote Laterne übernahm. "Von der Punktausbeute her war das Wochenende sehr ernüchternd", gesteht der Trainer nach nunmehr sechs Niederlagen in Folge. Allerdings weist er darauf hin, dass der Kader im zweiten Spiel des Wochenendes beim bisherigen Schlusslicht sehr überschaubar war. Neben dem am Knöchel verletzten Rick Zimmermann, für den Michael Böttiger die Libero-Position übernahm, fehlten auch Maik Keller, Daniel Kloss, Alexander Kunert und Kai Trautvetter. Akteure wie Marco Preißler (Mitte) und Thomas Hanauer (Diagonal), die sonst selten spielen, waren gefordert. Und sie machten ihre Sache ordentlich, wie Richter betont. "Das Mannschaftsgefüge hat trotzdem gestimmt", sagt der Coach und fügt an: "Endlich hatten wir wieder einmal das Gefühl, uns mit einem Gegner wirklich auf Augenhöhe zu befinden."

Nachdem der erste Satz mit 25:23 an Niederviehbach gegangen war, drehten die Zschopauer im folgenden Durchgang den Spieß um. Nach diesem 25:22 war der Glaube wieder da, das Wochenende doch noch zu retten. "Aber in den entscheidenden Situationen hat uns dann auch das nötige Glück gefehlt", sagt Richter über den weiteren Spielverlauf. Mit 17:25 und 23:25 verspielten die Gäste einen möglichen Sieg - und damit auch einen Großteil der Hoffnung, das rettende Ufer noch aus eigener Kraft zu erreichen. "Jetzt sind wir auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen", so Richter. Allerdings werde er mit seiner Mannschaft alles dafür geben, dann auch tatsächlich zur Stelle zu sein. Gemeint sind die beiden anstehenden Heimspiele gegen den TSV Zirndorf (6.) und den MTV München (10.), in denen der eigenen Durststrecke endlich ein Ende bereitet werden soll.

Nach dem letzten Strohhalm wollen die Zschopauer mit aller Macht greifen, denn den vorletzten haben sie nicht zu greifen bekommen. "Es ist schon schwer zu verdauen", sagt Richter über die jüngsten Niederlagen. Bitter stößt dabei vor allem das 0:3 am Samstag auf, denn dort waren bis auf Zimmermann und Keller alle Stammkräfte an Bord. "Aber Jena war klar die bessere Mannschaft", räumt der VC-Coach ein. Vor allem mit ihren Sprungaufschlägen ließen die Thüringer keine stabile Annahme zu. Rasch lag der VC mit 14:25 und 15:25 im Hintertreffen. Im dritten Satz steigerte sich die Mannschaft, zog aber dennoch mit 22:25 den Kürzeren.

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