RVE: Zweistellig heißt das Ziel

Die Lugauer Regionalliga-Ringer reisen als klarer Außenseiter zum Derby nach Gelenau. Thalheim benötigt im Kampf ums Podest einen Sieg in Frankfurt.

Lugau/Thalheim.

Als Jan Peprny jüngst das Ergebnis des Regionalliga-Duells zwischen Thalheim und Gelenau sah, traute er seinen Augen nicht. "Ich dachte, das wurde falsch herum gedruckt", sagt der Trainer der Lugauer Ringer. Wurde es aber nicht. 16:13 gewann der RSK Jugendkraft auch den Rückkampf, nachdem er schon in der Hinrunde mit 17:8 die Nase vorn hatte. Klar also, das die Rollen auch am Samstagabend eindeutig verteilt sind, wenn ab 19.30 Uhr die Gelenauer und die Lugauer Ringer im Derby aufeinandertreffen. "Wir sind klarer Außenseiter", sagt Peprny, der dennoch eine Forderung an seine Athleten richtet. Zweistellig mögen sie bitte schön punkten. Vor dem Duell gegen Thalheim (9:20) hatte er die gleiche Vorgabe gemacht - erfolglos, obwohl es lange gut aussah.

Kandidaten für Siege hat er durchaus einige. Die beiden Polen Robert Dobrodziej und Krzysztof Sadowik etwa, ebenso wie Tim Hamann, Frederik Esser und Anton Vieweg. Und seinen Sohn Toni natürlich, auf dessen mögliches Duell gegen den Gelenauer Erik Löser (80 kg/klassisch) sich der Vater am meisten freut. "Beide sind ehemalige Zimmerkollegen an der Sportschule in Leipzig, die Erik immer noch besucht", so Jan Peprny. Sein Team könne in Gelenau fast mit voller Kapelle antreten. Nur Tim Walther (75 kg/Freistil) fehlt verletzungsbedingt. Für ihn soll Martin Richter einspringen, der sonst nur als Joker in Heimkämpfen gelegentlich zum Zuge kommt.

Der Gegner unterdessen strotzt vor Selbstvertrauen. "Wenn wir die gleiche Leidenschaft und Konzentration zeigen wie zuletzt, dann muss der Sieg an uns gehen. Auch wenn die Lugauer drei, vier Leute in ihren Reihen haben, die zu den besten Punktesammlern der Liga gehören", sagt RSK-Trainer Björn Lehnert. Ziel des Tabellenfünften sei der Gewinn der inoffiziellen Erzgebirgswertung. "Davon können wir uns zwar nichts kaufen. Aber auch das vierte Derby zu gewinnen, das wäre schon eine krasse Sache", so Lehnert.

Die Thalheimer Mattenfüchse unterdessen spüren nach der überraschenden Heimniederlage gegen Gelenau den heißen Atem ihrer Verfolger. So liegt die WKG Pausa/Plauen nur noch einen Zähler hinter dem RVT, die KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt könnte mit einem Sieg im direkten Duell am Samstag (ab 18.30 Uhr) ebenfalls auf einen Punkt herankommen. Vor der Saison habe der Verein einen Podestplatz als Zielstellung ausgegeben. "Aber wenn man die ganze Zeit auf Platz 2 liegt, dann möchte man diesen auch verteidigen", so RVT-Trainer Steffen Richter. Die Frankfurter seien eine ernst zu nehmende Herausforderung. "Auswärts schwächeln sie manchmal, aber zuhause stellen sie immer bestmöglich auf und sind nur schwer zu bezwingen". so Richter. Mit Erik Weiß (75 kg/klassisch) hätten sie einen absoluten Spitzenmann mit großer Erfahrung in ihren Reihen. Auch auf den Pole Andrzej Grzelak (86 kg/Freistil) sei zu achten.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...