Sächsische Vorrunde erweist sich als Schnupperstunde

Futsal, Landesmeisterschaft: Drei Marienberger Nachwuchs-Vertretungen scheitern früh - Trainer mit gemischten Gefühlen

Marienberg.

Die Handballtore waren in der Marienberger Halle "Am Goldkindstein" aufgebaut. Doch dort, wo sonst die Handballerinnen des HSV 1956 auf Torejagd gehen, jagten am Sonntag junge Fußballer dem runden Leder nach, auch wenn dieses fast so klein war wie ein Handball. Grund: Der FSV Motor Marienberg richtete zwei Vorrunden-Turniere der Futsal-Landesmeisterschaft aus. Trotz Heimvorteils scheiterten allerdings die D- sowie die A-Junioren - genau wie die C-Junioren, die ihre Vorrunde im vogtländischen Oelsnitz bestritten.

Am weitesten brachten es die jüngsten Motor-Kicker, denn sie drangen bis ins Halbfinale vor. Der Traum von der Endrunde, für die bereits Platz 2 ein Ticket bedeutete, lebte nach einer starken Gruppenphase mit nur einem Gegentor. Jedoch verpassten die Marienberger D-Junioren durch ein knappes 2:3 gegen den ESV Lok Zwickau den Einzug ins Finale. Auch das Spiel um Platz 3 ging anschließend gegen den FC Stollberg 0:3 verloren.

Mit Platz 4 hielten die Kleinsten die Marienberger Fahne dennoch hoch, für die beiden älteren Teams sprang lediglich das Spiel um Platz 7 heraus. Während die C-Junioren, die mit Olbernhau eine Spielgemeinschaft bilden, dabei den FSV Zwickau mit 3:0 in die Knie zwangen, blieben die A-Junioren aus Marienberg und Witzschdorf ohne Erfolgserlebnis. Nach null Punkten in ihrer Gruppe mussten sie sich auch dem VFC Plauen mit 0:3 geschlagen geben, was Trainer André Feig allerdings nicht wirklich ärgerte. Er sah das Turnier eher als Trainingseinheit, die dem Tempo diente. Ansonsten ist Futsal für Feig "eine andere Sportart als Fußball". Allein schon die komplexen Regeln zu verstehen, die auch noch von den Referees unterschiedlich ausgelegt wurden, habe zwei, drei Spiele gedauert. Den Torwart kaum einzubeziehen, der pro Angriff nur einmal angespielt werden darf, widerspreche dem eigentlichen Konzept des Trainers.

Dennoch gab es mit dem sprungreduzierten Ball auch viele schöne Aktionen zu bewundern. Dies wiederum gefiel Kay Morgenstern. "Futsal ist schnell und technisch anspruchsvoll", sagt der Gelenauer, der seit Sommer die A-Junioren des VfB Fortuna Chemnitz trainiert. Die Regeln zu beachten, sieht er als kognitive Aufgabe, die das Konzentrationsvermögen zusätzlich schult. Mit Platz 4 verpasste sein Team das Podest nur knapp. (anr)

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