Saison endet ohne Auf- und Absteiger

Radball: Sachsen-Verband entscheidet auf Abbruch

Niederlauterstein.

Ende dieser Woche treffen sich Nachwuchs-Radballer mehrerer Vereine aus dem mittleren Erzgebirge zu einem Trainingswettkampf. "Damit müssen wir derzeit vorlieb nehmen", sagt Sektionsleiter Christian Langer von der SG Niederlauterstein, der mit dieser Aussage auf die Entscheidung übergeordneter Verbände anspielt. So hat der Vorstand des Sächsischen Radsport-Bundes die Radball-Saison 2019/2020 nun offiziell für abgebrochen erklärt. "Es erfolgen keinerlei Auf- und Abstiege in den einzelnen Ligen", heißt es in einer Mitteilung an die Vereine. Auch auf nationaler Ebene ist Feierabend - mit einer Ausnahme. "Mannschaften aus der 1. Bundesliga sollen noch eine Art deutsche Meisterschaft austragen, um Vertreter für internationale Wettbewerbe zu ermitteln", erklärt Langer.

Doch in der 2. Bundesliga, in der Niederlauterstein gleich mit zwei Teams am Start war, ist die Tore- und Punktejagd beendet. Dass es im Gegensatz zum Fußball oder zum Volleyball keine Auf- und Absteiger gibt, habe keine großen Diskussionen ausgelöst. "Wir können damit gut leben", sagt Langer. Schließlich befanden sich alle SGN-Vertretungen, zu denen neben den beiden Zweitligisten auch ein Verbandsliga-Duo gehört, in ihren Ligen im Mittelfeld der Tabelle. Doch auch andere Vereine wie der SV Grün-Weiß Lippersdorf, dessen erste Mannschaft in der Oberliga spielt, und Landesligist SV 1870 Großolbersdorf akzeptieren die Entscheidung. Fair erscheint die Lösung vor allem deshalb, weil zum Zeitpunkt des Abbruchs im März erst etwa die Hälfte der Saison absolviert war. Auch die Positionen der Mannschaften, die weit vorn oder weit hinten rangierten, hätte sich also noch deutlich verändern können.

In einigen Nachwuchs-Spielklassen stand sogar der Großteil der geplanten Spiele noch aus. Deshalb wurde dort lange über eine mögliche Verlängerung der Saison nachgedacht, doch auch diese Variante ist nun vom Tisch. Der Verband verweist dabei auf die "immer noch unsichere Situation und die territorial unterschiedliche Handhabung zur Öffnung von Sportstätten". Vor allem im Fall der Niederlautersteiner U-19-Radballer hält sich der Frust in Grenzen. Schließlich war die Saison für die DM-Anwärter ohnehin vorzeitig gelaufen. Anton Lippmann, der sich eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, kann sich nun in aller Ruhe auskurieren, um dann ab November zusammen mit Tobias Buschbeck wieder anzugreifen. Und in Form bringen können sie sich bei den Einladungsturnieren, die bis dahin noch anstehen.

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