Saisonauftakt endet nach Abflug beim Rennarzt

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Motorsport: Nicolas Czyba aus Oelsnitz muss an der portugiesischen Atlantikküste frühzeitig die Koffer packen

Oelsnitz.

Mit einer gehörigen Portion Optimismus und Selbstvertrauen ist Rennfahrer Nicolas Czyba zur Europameisterschaft der Klasse Superstock 600 nach Estoril gereist, mit eingegipster Hand aber von der portugiesischen Atlantikküste heimgekehrt. Denn statt der erhofften Platzierungen unter den Top 5 war für den Oelsnitzer noch vor den beiden Rennen Schluss. Grund: Nach einem Highsider im zweiten der für die Startaufstellung entscheidenden Trainingssitzungen war der 17-Jährige unfreiwillig von seiner Yamaha R6 abgestiegen und hatte sich dabei die rechte Hand gebrochen. Weiterfahren unmöglich. Dabei hatte es in beiden Qualifyings zunächst recht gut ausgesehen.

So gut, dass der Erzgebirger nach dem 5. Rang in Durchgang eins im zweiten zwischenzeitlich mit der zweitbesten Zeit auf Angriff fuhr. "Dabei wollte ich wohl zu viel, sodass ich abflog. Sehr ärgerlich", sagte der junge, aber dennoch schon erfahrene Motorsportler. Abschrecken lässt er sich davon nicht. "Jetzt heißt es, Verletzung auskurieren und danach wieder aufs Motorrad steigen", blickt er voraus.

"Uns ist ein Schreck in die Glieder gefahren. Nicloas hatte große Schmerzen. Die Hand sah aus wie ein S, wurde erst einmal vom Rennarzt gerichtet", schilderte Vater Frank Czyba die Situation. Und trotz der Tatsache, dass der Arzt die Lage als "gut" bezeichnete, muss der junge Erzgebirger nun eine Zwangspause einlegen. "Vor den beiden Rennen in Barcelona Mitte Juni wird das nichts. Und selbst da muss ich mich zuvor beim Rennarzt vorstellen und auf grünes Licht hoffen", sagt er.

Damit wurden aber auch die Planungen von Vater und Sohn Czyba über den Haufen geworfen. "Wir wollten aufgrund der unklaren Lage mit den Flügen gleich hierbleiben und zum nächsten Wettkampfort nach Valencia, wo es in knapp 14 Tagen weitergeht, fahren", sagt Frank Czyba. Er könne ja zum Glück seine berufliche Arbeit auch online erledigen. "Nun aber werden wir zurück ins Erzgebirge reisen und auf einen guten Verlauf des Heilungsprozesses hoffen." (mh)

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