Schachspieler verfehlen Saisonziele

Die Bilanz an den Brettern im Altkreis Stollberg fällt in dieser Saison nur mittelprächtig aus. Ein Team muss runter, keines schaffte einen Aufstieg.

+Stollberg/Neukirchen.

Gab es im Jahr 2018 noch viele Gründe zum Jubeln, so hat sich das Blatt für die Schachspieler des Altkreises Stollberg in dieser Saison gewendet. Teilweise sehr deutlich haben die Mannschaften aus Stollberg, Neukirchen und Gornsdorf ihre Saisonziele verpasst - die allerdings zum Teil auch sehr ambitioniert gewesen sind.

Das trifft insbesondere für die erste Mannschaft des Schachvereins Stollberg Erzgebirge zu. 2018 auf Rang 4 eingekommen, hatte sich das Team den Aufstieg in die Landesliga auf die Fahnen geschrieben. Am Ende wurde es in der 2. Landesklasse (Staffel C) allerdings wieder nur Platz 4. Und der erscheint durchaus angemessen: Denn ihre drei Saisonsiege erzielten die Stollberger gegen Glauchau, Plauen IV und Crimmitschau - die drei Teams, die in der Abschlusstabelle ganz hinten stehen. Gegen die drei ersten setzte es hingegen drei Niederlagen, den ersten Dämpfer gab es dabei gleich zum Saisonauftakt beim späteren Meister Blumenau. Trotzdem hatten die Stollberger bis zur drittletzten Runde, dem Remis im Derby gegen Neukirchen, noch Chancen auf Platz 1.

Auffällig beim SV Erzgebirge war die große Konstanz in der Besetzung: Fünf Spieler waren immer dabei, nur dreimal mussten Ersatzspieler ran. Die beiden Neuzugänge Martin und Stefan Kapp präsentierten sich trotz des verfehlten Ziels Aufstieg als echte Verstärkungen und fuhren sechs beziehungsweise fünf Punkte ein. Mannschaftsbester war allerdings Dirk Kristen am sechsten Brett mit 6,5 Zählern aus acht Partien. Die zweite Stollberger Mannschaft vermochte es in der Bezirksklasse (Staffel B) indes nicht, ihren Vorsprung über die Ziellinie zu bringen. Mit vier Siegen in Serie war das Team gestartet. Dann folgten zwei Remis und die Abgabe der Tabellenführung an Eiche Reichenbrand III. Am letzten Spieltag trafen beide Teams aufeinander - und die Chemnitzer hatten das bessere Ende für sich.

Scheiterten die Stollberger zweimal im Aufstiegsrennen, so steckten die beiden Neukirchener Mannschaften von Beginn an im Abstiegskampf. Für Neukirchen I war dabei schon vor der Saison klar, dass die dritte Saison nach dem Wiederaufstieg in die 2. Landesklasse wohl die schwerste werden würde. Das Punktesammeln gestaltete sich ausgesprochen mühsam. Immerhin schafften es die Neukirchener, gegen die anderen Kellerkinder zu gewinnen und den Klassenerhalt nach der siebenten Runde einzufahren. Dass am Ende sogar Platz 6 heraussprang, war aber dem Umstand geschuldet, dass die Neukirchener in der letzten Runde zu einem kampflosen Sieg kamen - Meister Blumenau war zu der Begegnung nicht angereist. Die ganze Saison über hatte Neukirchen mit großen Besetzungsproblemen zu kämpfen. Insgesamt wurden zwölf Spieler eingesetzt, Olaf Dietz erwies sich mit 6,5 Punkten aus neun Partien als bester Punktesammler.

Nicht gereicht hat es hingegen für Neukirchen II in der Bezirksliga (Staffel A). Das Team, das unter den Besetzungsproblemen der ersten Mannschaft ebenfalls litt, startete mit drei Niederlagen in die Saison. Nach einem kurzen Zwischenspurt - zwei Siegen gegen Waldkirchen und Wilkau-Haßlau IV - konnten sich die Neukirchener zwischenzeitlich auf Platz 7 verbessern. Das war's dann aber auch. Es folgten vier weitere Niederlagen - und durch aus ihrer Sicht unglückliche Resultate der Kontrahenten fielen die Neukirchener noch auf den letzten Platz zurück. 13 Spieler wurden eingesetzt, von denen sich Mannschaftsleiter Frank Schröder mit sieben Zählern aus neun Partien und Wolfgang Knoll (6,5 aus 8) am erfolgreichsten präsentierten.

Auf eine gute Saison können hingegen die Schachspieler von Elek-tronik Gornsdorf zurückblicken. Platz 2 in der 1. Bezirksklasse bedeutete die beste Platzierung seit 2015. Gegen Staffelsieger Lengefeld war allerdings bei am Ende fünf Punkten Rückstand kein Kraut gewachsen, auch wenn der direkte Vergleich nur knapp mit 3,5:4,5 verloren ging. Zwölf Spieler wurden eingesetzt. Der beste war Steffen Drechsel am Spitzenbrett mit sechs Siegen und zwei Remis.

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