Schock beim Aufwärmen lähmt ganze Mannschaft

Ringen, Regionalliga: Gelenau unterliegt in Luckenwalde deutlich

Luckenwalde.

Mit drei Siegen in den letzten drei Kämpfen hätten sich die Ringer des RSK Gelenau in der Regionalliga Mitteldeutschland den Traum von einem Medaillenrang noch erfüllen können. Stattdessen erlebten sie aber am Samstagabend beim 1. Luckenwalder SC eher einen Albtraum. Schlechte Nachrichten ereilten Trainer Björn Lehnert schon vor der Abreise. Neben den beruflich verhinderten Tomas Sobecky, Fabian Jänicke und Cezary Sadowski sagte kurzfristig auch noch der erkrankte Rico Richter ab. "Trotzdem wäre für uns bei optimalem Verlauf noch ein Sieg drin gewesen", meint Lehnert. Allerdings erlebte der auf Rang 5 liegende RSK beim Tabellenachten einen rabenschwarzen Tag.

Auslöser für die laut Lehnert schwächste Saisonleistung könnte eine unglückliche Aktion während des Aufwärmens gewesen sein. "Da hat sich Ismail so schwer am Knie verletzt, dass er sich nicht einmal zur Begrüßung beider Teams hinstellen konnte. Das sah gar nicht gut aus", berichtet Gelenaus Trainer. Das Pech blieb seiner Mannschaft also treu, zumal nicht nur die vier eingeplanten Punkte aus Ismails Kampf flöten gingen. Auch andere Athleten, sonst als Leistungsträger bekannt, konnten an diesem Abend einfach nicht liefern. So wusste Kamil Wojciechowski (130 kg) seine Gewichtsvorteile gegen den Junioren-WM-Teilnehmer Joshua Morodion nicht zu nutzen (0:5). Und der favorisierte Martin Hettler (98 kg) landete gegen den Ex-Gelenauer Oliver Kock sogar auf dem Kreuz.

Kritik an einzelnen Sportlern wollte Lehnert nicht äußern. "Es sind viele unter ihren Möglichkeiten geblieben", bilanziert der Trainer, der in der Verletzung von Ismail eine mögliche Erklärung sieht: "Es kann sein, dass dieser Vorfall das Team gelähmt hat." Ausnahmen gab es allerdings, denn Daniel Franke (66 kg) landete gegen Thomas Berger einen überraschenden Punktsieg. "Das war wieder eine Glanzvorstellung", lobt Lehnert, der ebenso mit Rafar Abdul Ahmadi (57 kg) und Erik Löser (80 kg) zufrieden war. Auf beide war wieder Verlass, doch mehr als drei Punktsiege sollten dem RSK an diesem Abend nicht gelingen, weshalb letztlich eine klare 6:25-Niederlage zu Buche stand. Am Ende der Saison auf dem Podest zu landen, ist für die Gelenauer immer noch möglich. "Aber wir haben es nicht mehr in eigener Hand", sagt Lehnert bei noch zwei ausstehenden Duellen. Das nächste steigt am Samstag in Frankfurt. (anr)

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