Schönheidern fehlt es im Derby an Leichtigkeit

In der Eishockey-Regionalliga haben die Wölfe bei denChemnitz Crashers mit 1:3 verloren. Bis zum Schluss kämpften die Erzgebirger wacker, doch für den zehnten Sieg in Folge reichte es nicht.

Schönheide.

Er hat nicht sollen sein, der zehnte Derbysieg in Folge: Denn die Schönheider Wölfe haben am Sonnabend ihr Duell bei den Chemnitz Crashers 1:3 (0:1/0:1/1:1) verloren. Dabei boten beide Mannschaften den knapp 900 Zuschauern, darunter rund 300 Gäste-Fans, im Küchwalder Eisstadion eine umkämpfte Partie. Die Gastgeber gewannen laut Wölfe-Sprecher Markus Gläß am Ende aber verdient. "Weil sie den Sieg einfach ein bisschen zwingender wollten."

Beide Teams liefen nahezu in Bestbesetzung auf, wobei Christian Laszig und André Lenk auf Schönheider Seite verletzungsbedingt passen mussten. Die Wölfe kamen ganz gut in die Partie und verbuchten die größeren Spielanteile, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. "Die Crashers, mit einem starken Goalie Kevin Kopp zwischen den Pfosten, standen defensiv gut, setzten über Konter immer mal wieder Nadelstiche und nutzten in der sechsten Minute gleich das erste Powerplay im Spiel zur 1:0-Führung durch Charly Rudolph", so Gläß. In der Folge drückten die Wölfe zwar auf den Ausgleich, doch irgendwie kam kein Spielfluss zustande - oder der letzte Pass nicht an. So blieb es bis zur ersten Pause bei der knappen Führung für die Hausherren.

Ein ähnliches Bild im Mittelabschnitt. Die Wölfe hatten zwar gefühlt 75 Prozent Scheibenbesitz, ohne sich aber klare Torchancen erspielen zu können. "Die Crashers spulten weiter ihr Defensivprogramm mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung runter und konnten sich in kritischen Szenen auf ihren Keeper verlassen." Bei den Wölfen blieb hingegen vieles nur Stückwerk und anstatt eines geordneten Aufbaus verstrickten sie sich in Einzelaktionen, die für die Gastgeber leicht zu verteidigen waren. Analog zum ersten Drittel brauchten die Hausherren wieder nur ein Überzahlspiel, um durch den Treffer von Jiri Charousek mit 2:0 in die zweite Pause zu gehen.

Im Schlussdrittel kam Derbystimmung auf, da die Zweikämpfe intensiver geführt wurden. Schönheide hatte die Zügel in der Hand, doch es dauerte bis zur 54. Minute, ehe die Wölfe in Person von Christoph Rogenz den Chemnitzer Keeper mit dem 1:2 endlich überwanden. Bis zum Schluss versuchten die Wölfe noch mal alles. Doch auch ein Powerplay und ein zusätzlicher Feldspieler brachten nicht den erhofften Erfolg.

Wölfe-Coach Sven Schröder analysierte das Derby ganz realistisch. "Am Ende geht der Sieg für Chemnitz völlig in Ordnung, weil wir es nicht geschafft haben, aus unserer optischen Überlegenheit Kapital zu schlagen", sagte er und fügte hinzu: "Kämpferisch kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen, da sie bis zum Schluss alles versucht haben." Doch im Vergleich zur vorigen Saison fehle dem Team derzeit noch die Leichtigkeit und Durchsetzungskraft, als Mannschaft solche Spiele für sich zu entscheiden.

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